Eichstätt – Am 19. September kam die Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufe zu ihrem jährlichen Einkehrtag im Eichstätter Priesterseminar zusammen. Jugendpfarrer Sebastian Braun, der Diözesanverantwortliche für Berufungspastoral, begleitete die Teilnehmenden durch den Tag und gestaltete die Gottesdienste. Als Gast begrüßte er Domvikar Thomas Stübinger, der zum Thema „Geistliche Berufungen entspringen dem Herzen Jesu“ sprach.
Ausgehend von verschiedenen Sprichwörtern und Bibelstellen über das Herz nahm Domvikar Stübinger das Herz Jesu und die Herzen der Menschen heute in den Blick. Das verwundete Herz Jesu sei zugleich ein Zeichen seiner grenzenlosen Liebe: Jesus gibt sich aus Liebe zu den Menschen ganz hin. Diese Hingabe sei Vorbild für das gottgeweihte Leben. Wer Christus nachfolge, wolle das eigene Leben immer mehr als Geschenk für Gott und die Menschen verstehen. Aus dem geöffneten Herzen Jesu entspringen die Sakramente, durch die Christus seiner Kirche nahe bleibt, erklärte Stübinger.
Wallfahrt zur heiligen Walburga
Wie lebendig das Gebetsanliegen ist, zeigte bereits eine Woche zuvor eine Wallfahrt vom Schönstattzentrum in Kasing nach Eichstätt zum Grab der heiligen Walburga, die im Bistum Eichstätt als Patronin für geistliche Berufungen verehrt wird. Schon am frühen Morgen machten sich die Wallfahrer auf den Weg. In Eichstätt angekommen, konnten sie sich im Dompfarrheim stärken. Den Abschluss bildete die Heilige Messe in der Klosterkirche St. Walburg, die Jugendpfarrer Braun gemeinsam mit Diözesanadministrator Dompropst Alfred Rottler und Monsignore Heinrich Weiß feierte. Musikalisch wurde der Gottesdienst von Schönstatt-Schwestern aus Kasing gestaltet.
Sternwallfahrt des Dekanats Eichstätt
Auch am 27. September soll das Gebet um geistliche Berufungen wieder im Mittelpunkt stehen. Bei der 35. Sternwallfahrt des Dekanats Eichstätt werden sich Gläubige aus verschiedenen Richtungen auf den Weg zum Eichstätter Dom machen. Um 17 Uhr treffen die Wallfahrergruppen auf dem Volksfestplatz ein. Um 17.15 Uhr beginnt die gemeinsame Prozession durch die Stadt zum Hohen Dom, musikalisch begleitet von der Möckenloher Blaskapelle. Der Wallfahrtsgottesdienst beginnt um 18 Uhr und wird vom Kirchenchor Denkendorf musikalisch mitgestaltet.
Den Einkehrtag der Gebetsgemeinschaft und die beiden Wallfahrten verbindet ein gemeinsames Anliegen: die Bitte um geistliche Berufungen. Denn jede Berufung ist ein Geschenk Gottes an seine Kirche, die von Gläubigen erbetet wird. Wer dieses wichtige Anliegen mittragen möchte, ist herzlich eingeladen, Mitglied der Gebetsgemeinschaft im Bistum Eichstätt zu werden.
Zur Gebetsgemeinschaft für geistliche Berufe gehören etwa 400 Gläubige aus dem Bistum. Sie beten regelmäßig darum, dass auch heute Menschen dem Ruf Jesu folgen: Priester, die die Sakramente spenden und das Evangelium verkünden, ebenso Männer und Frauen, die im gottgeweihten Leben in besonderer Weise den Weg der Nachfolge Christi gehen. Die Gebetsgemeinschaft trifft sich zweimal im Jahr. Im Mai steht die Begegnung mit den Neupriestern im Mittelpunkt. Der Einkehrtag im Herbst bietet Gelegenheit, das eigene Gebetsleben zu vertiefen und sich mit anderen Menschen zu verbinden, denen das Anliegen geistlicher Berufungen am Herzen liegt.
Weitere Informationen gibt es im Internet auf der Seite der Berufungspastoral: www.bistum-eichstaett.de/berufungspastoral.