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„Urknall und Sternenstaub“: Buch und Konzert zu Glauben und Verstehen

Der Theologe Clemens Bittlinger und der Astrophysiker Andreas Burkert öffnen mit Buch und Konzert ein gemeinsames Fenster in die Weiten des Alls und zeigen, wie sich Naturwissenschaft und Glaube konstruktiv begegnen können. Zu Beginn des neuen Jahres treten sie in der Kirche St. Elisabeth in Postbauer-Heng auf.

Eichstätt/Postbauer-Heng – Lässt sich das Staunen über die Größe des Kosmos mit dem Vertrauen auf einen Schöpfergott verbinden? Ja, wenn Wissenschaft und Religion miteinander sprechen. Das zeigen der Theologe und Liedermacher Clemens Bittlinger und der Astrophysiker Andreas Burkert mit ihren multimedial unterstützten Dialogkonzerten „Urknall & Sternenstaub“ und „Wir sind nicht allein – Leben im Weltall“, die sie seit 2007 bundesweit aufführen.

Die wichtigsten Texte, Diagramme und Bilder ihrer Shows haben sie nun in einem Buch gebündelt: „Urknall und Sternenstaub - Der Mensch zwischen Naturwissenschaft und Glaube“. Darin „feiern sie die Wissenschaften und die Fähigkeit von uns Menschen, sich existentiellen Fragen zu stellen und Antworten zu finden, die man nicht messen kann“, schreibt der Astrophysiker, Naturphilosoph und Fernsehmoderator Harald Lesch im Vorwort.

Bittlinger und Burkert nehmen ihre Leserinnen und Leser mit auf eine faszinierende Reise in die unermesslichen Weiten des Alls. Auf dem Weg durch die rund 200 Milliarden Sterne der Milchstraße machen sie einen Abstecher zum Stern von Bethlehem. Wie konnten die Weisen aus dem Morgenland ihn erkennen unter den 3.000 bis 6.000 Sternen, die man in einer dunklen Nacht am Firmament entdecken kann? Was haben sie gesehen? War es ein Komet, eine seltene Konstellation von Jupiter und Saturn oder eine Supernova-Explosion?

„Durch das Sterben eines Sterns wird ein Mensch geboren“, sinnieren die Autoren. Sie erklären die Zusammenhänge zwischen Milliarden von Galaxien, kosmischen Gaswolken, dunkler Materie und Kugelsternhaufen ebenso wie die Urbausteine des Lebens, die so alt sind wie das Universum und wir selbst: 13,82 Milliarden Jahre. Sie erläutern, wie aus Sternenstaub Planeten wachsen und Leben entsteht, wie unser Gehirn die zufällige Verteilung der Sterne zu Konstellationen verbindet. Mit einem Luftballon zeigen sie, wie sich das Universum ausdehnt und begründen, warum wir darin vermutlich nicht allein sind.

„Gott versteckt sich nicht“

Ein Selfie der Erde aus einer Entfernung von 1,4 Milliarden Kilometern (eines der 50 Bilder im Buch), aufgenommen von der Cassini-Sonde der Europäischen Weltraumorganisation ESA, zeigt unseren Planeten als eine winzige blaue Perle. „Wenn man unsere Erde so sieht, wundert man sich, warum wir uns das Leben so schwer machen, sie ausbeuten und das vielfältige Leben auf ihr vernichten. Damit gefährden wir unser eigenes Überleben“, geben Bittlinger und Burkert zu bedenken. 

Ihr Buch aus gut verständlichen Wissenschaftsbeiträgen, atemberaubenden Bildern, die von den modernsten Weltraumteleskopen und -sonden stammen, sowie inspirierenden Lied- und Bibelversen lädt zum Staunen und zur Bescheidenheit ein. Es macht deutlich: Wir stehen nicht im Zentrum der Schöpfung und sind doch einzigartig. Wir sind Teil eines kosmischen Kreislaufs aus Kommen und Vergehen und leben immer noch mitten im Urknall.

„Gott hat es nicht nötig, uns seine Allmacht mit Geheimnissen zu demonstrieren.“

All das können wir verstehen, so die Autoren, weil das Universum transparent ist und „Gott es nicht nötig hat, sich hinter Geheimnissen zu verstecken.“ Er habe es auch nicht nötig, uns seine Allmacht mit Geheimnissen zu demonstrieren. Dennoch lasse sich nicht alles mit Physik erklären. Warum gibt es überhaupt etwas und nicht einfach nichts? Was ist der Sinn von allem und von meinem Leben? „Wenn wir eine Antwort auf diese wohl wichtigsten Urfragen des Menschen finden wollen, dann geht es nur im Dialog zwischen Naturwissenschaftlern, Philosophen und Theologen“, sind Bittlinger und Burkert sicher. 

Hier sei auch ein Gesprächswille der Theologen gefragt. Denn: „Eine Schöpfungstheologie, die die neuesten Erkenntnisse der Astrophysik einfach ignoriert und mit ideologischen Glaubenssätzen beantwortet, setzt das teure Gut unseres Gehirns an einer Stelle ‚außer Gefecht‘, wo es für Theologen gerade erst spannend wird“, so die Autoren. Entgegen einer an vielen Schulen und Universitäten gelehrten Überzeugung sind für sie die Erkenntnisse der Naturwissenschaft und die Lehrsätze des christlichen Glaubens miteinander vereinbar. In ihren Konzerten und in ihrem Buch zeigen sie, wie ein solcher Dialog gelingen kann. 

Clemens Bittlinger und Prof. Dr. Andreas Burkert: Urknall und Sternenstaub - Der Mensch zwischen Naturwissenschaft und Glaube. Bonifatius Verlag, 2025, Preis: 15 Euro, ISBN: 978-3-9879011-2-6


KonzertUrknall und Sternenstaub“: Sonntag, 8. Februar 2026 um 18 Uhr in der Kirche St. Elisabeth/Postbauer-Heng. Kartenreservierung unter Tel. (09188) 903333 für 20 Euro (Vorverkauf), 23 Euro an der Abendkasse.

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Geraldo Hoffmann Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit