München/Eichstätt (pde) – Der ernannte Eichstätter Bischof Christian Würtz hat am Freitag, 18. September, in München den Treueid abgelegt. Im Prinz-Carl-Palais schwor er den nach dem Reichskonkordat vorgesehenen Eid gegenüber dem Freistaat Bayern und der Bundesrepublik Deutschland. Ministerpräsident Markus Söder nahm den Eid entgegen. Die Amtseinführung des neuen Eichstätter Bischofs findet am 4. Oktober im Eichstätter Dom statt.
In seiner Ansprache betonte Würtz, dass der Eid für ihn mehr sei als ein historisches Ritual. „Ich habe als ernannter Bischof von Eichstätt heute gerne die Treue geschworen – nicht als Zeichen einer Unterordnung der Kirche unter den Staat, sondern im doppelten Sinne als Preis der Freiheit“, sagte er. Als Bischof sei er nicht nur mit der Kirche, sondern auch mit dem Land und seinen Menschen verbunden und fühle sich ihnen verpflichtet. Die Kirche wolle dabei ihren Beitrag leisten, „Demokratie, Freiheit und Menschenwürde gegen alle Angriffe zu verteidigen, in Bayern, in Deutschland und weltweit“. Der Treueid stehe für Würtz deshalb auch für ein partnerschaftliches Verhältnis von Kirche und Staat. „Die Treue zum Evangelium und zur Kirche steht nicht im Widerspruch zur Verantwortung für unser Land und für die Menschen, die hier leben“, sagte er.