Pfarrei Rednitzhembach, Pfarrei Wendelstein

Sternsingerinnen und Sternsinger aus Rednitzhembach bringen den Segen ins Bundeskanzleramt

Insgesamt 108 Sternsingerinnen und Sternsinger haben am Dreikönigstag den Segen ins Bundeskanzleramt gebracht – darunter auch vier aus Rednitzhembach im mittelfränkischen Landkreis Roth. Julia (13), Raphael (15), Vanessa (16) und Elias (14) aus der Pfarrei Heilig Kreuz vertraten mit ihrem Begleiter Marco Steinhart das Bistum Eichstätt beim Empfang in Berlin.

Dort hieß sie Minister Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, willkommen und machte deutlich, wie wichtig das Engagement der Kinder und Jugendlichen sei. „Ihr seid damit ein Vorbild für viele Gleichaltrige. Und ihr seid auch ein Vorbild für viele Erwachsene, weil ihr selber etwas tut und auf die Probleme in der Welt hinweist.“

Die Gruppe aus Rednitzhembach fand es toll, dass Frei über seine eigene Kindheit berichtete, in der er ebenfalls mehrere Jahre Sternsinger gewesen sei. „Ich finde es schön, dass sich Menschen Zeit für diese Aktion nehmen und darauf aufmerksam machen“, sagte Vanessa. „Ich war davor auf jeden Fall etwas aufgeregt. Es war auch interessant, die Sternsingerinnen und Sternsinger aus den anderen Bistümern zu treffen und zum Beispiel zu sehen, was sie für Gewänder haben“, erzählte Raphael. Die Gruppen waren vor dem Empfang zum Mittagessen in der Kantine des Bundeskanzleramts eingeladen und durften sich auch etwas umschauen. „Ich fand es beeindruckend, auch mal in Gebäuden unterwegs zu sein, in die man sonst nicht so einfach reinkommt“, berichtete Vanessa. Die Erfahrungen und Erlebnisse aus Berlin nehmen die Rednitzhembacher nun mit nach Hause – nach einer kleinen Sightseeing-Tour durch die Hauptstadt geht es für die Gruppe am Mittwoch wieder zurück.

Insgesamt waren 108 Königinnen und Könige aus den verschiedenen Bistümern nach Berlin gekommen. Ihre Botschaft in diesem Jahr: „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“, so das Motto der aktuellen Aktion Dreikönigssingen. Überall in Deutschland machen die Sternsingerinnen und Sternsinger in diesen Tagen auf ihrem Weg zu den Menschen deutlich, wie wichtig es weltweit für Mädchen und Jungen ist, dass sie zur Schule gehen können statt arbeiten zu müssen.

„Bildung und die Chance, lernen zu dürfen, ist die Voraussetzung, dass man dann wirklich ein selbstbestimmtes Leben führen kann“, unterstrich auch Kanzleramtsminister Thorsten Frei. Das Engagement der Sternsingerinnen und Sternsinger sei wichtig, um genau dies immer wieder ins Bewusstsein zu bringen. Daniela Hottenbacher, Bundesvorsitzende des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend, und Pfarrer Dirk Bingener, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger‘, warben um Hilfe aus der Politik: „Kinderrechte brauchen politische Unterstützung. Sie brauchen klare Entscheidungen in der Entwicklungszusammenarbeit, ein konsequentes Vorgehen gegen Kinderarbeit entlang globaler Lieferketten und das klare Bekenntnis zu Deutschlands internationaler Verantwortung.“ 

Seit 1984 bringen die Sternsingerinnen und Sternsinger jedes Jahr ihren Segen ins Bundeskanzleramt. Jeweils vier Königinnen und Könige aus allen 27 Bistümern repräsentieren dabei alle Kinder und Jugendlichen, die sich bundesweit an der Aktion beteiligen.