Betroffenenbeirat der Diözese Eichstätt initiiert Austausch zu sexueller Missbrauchsaufarbeitung – „Gemeinsam in eine Richtung“
Eichstätt – Der Betroffenenbeirat bei der Unabhängigen Aufarbeitungskommission (UAK) der Diözese Eichstätt hat ein Vernetzungstreffen mit Fachberatungsstellen zum Thema sexualisierte Gewalt veranstaltet. Ziel des Treffens war, eine Zusammenarbeit zwischen dem Betroffenenbeirat und externen nicht-kirchlichen Fachberatungsstellen in die Wege zu leiten. Dabei wurden die Beratungsstellen darüber informiert, welche Möglichkeiten es für Betroffene im Kontext der katholischen Kirche gibt. Hier ging es vor allem darum, wie das erlittene Leid anerkannt wird. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist es, den Betroffenenbeirat personell zu erweitern und die Beratungsstellen darüber zu informieren, dass weitere Betroffene gesucht werden.
Neben dem Betroffenenbeirat, vertreten durch Edith Möller und Udo Holy, und der UAK, vertreten durch die Vorsitzenden Doris Templer und Peter Grimm , nahmen Fachleute aus den Beratungsstellen „Weißer Ring“, „Wirbelwind“ Ingolstadt, WEICHE – Fachstelle gegen sexualisierte Gewalt, Eichstätt, und die Fachstelle Täter*arbeit des MIM (Münchner Informationszentrum für Männer) an dem Treffen teil.
Udo Holy, Mitglied des Betroffenenbeirats, appellierte an die Beratungsstellen: „Teilen Sie den Betroffenen mit, dass es in der Kirche nicht mehr so ist, wie es mal war.“ Holy sprach offen über die Herausforderungen in der eigenen Aufarbeitung und hob hervor, wie wichtig qualifizierte Unterstützung für ihn war. Das Treffen fand unter dem Motto „Gemeinsam in eine Richtung“ statt und stärkte den Willen für mehr Kooperation und gemeinsames Engagement bei der Aufdeckung und der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs.