Pfarrei Neumarkt St.Johannes/Woffenbach, Pfarrei Woffenbach, Pfarrei Pölling

Pfarrfamiliennachmittag in St. Martin

Im Mittelpunkt des Nachmittags standen die Pfarrgemeinderatswahl am 1. März 2026, die Entwicklungen rund um die Katholische Kirche Neumarkt und das neue Pastoralkonzept, Berichte aus den Kirchenverwaltungen sowie ein Rückblick in Bildern auf das vergangene Pfarrjahr. Für heitere Momente sorgten zudem Schätzfragen rund um unseren Pfarrverband Neumarkt-West, unsere Pfarrei und die einzelnen Kirchorte.
Pfarrer Seger begrüßte die Teilnehmer beim Pfarrfamilienabend
Pfarrer Seger begrüßte die Teilnehmer beim Pfarrfamilienabend

Themen des Pfarrfamiliennachmittags

Mit dem Lied „Laudato Si“ stimmten wir unseren Pfarrfamiliennachmittag feierlich ein. Barbara Stauch schaute kurz vom Kinderfasching im Charité vorbei, um uns mit der Gitarre zu begleiten. Im Mittelpunkt des Nachmittags standen die Pfarrgemeinderatswahl am 1. März 2026, die Entwicklungen rund um die Katholische Kirche Neumarkt und das neue Pastoralkonzept, Berichte aus den Kirchenverwaltungen sowie ein Rückblick in Bildern auf das vergangene Pfarrjahr. Für heitere Momente sorgten zudem Schätzfragen rund um unseren Pfarrverband Neumarkt-West, unsere Pfarrei und die einzelnen Kirchorte.

Pfarrgemeinderatswahl 2026

Mit der kommenden Wahl endet die Amtszeit des derzeitigen Pfarrgemeinderates. Im Jahr 2022 hatte das Gremium die Verantwortung übernommen, in den Kirchorten der Pfarrei St. Martin lebendige Gemeindearbeit zu gestalten. Neben den vielfältigen Aufgaben vor Ort kamen unerwartet große Themen hinzu: die Erarbeitung eines Pastoralkonzeptes sowie das Projekt „Stadtkirche“, der Zusammenschluss der Katholische Kirche Neumarkt.

Die vergangenen Jahre waren geprägt von großem Engagement, Teamgeist und Zusammenhalt. Nun heißt es Abschied nehmen – mit Dankbarkeit für eine intensive und erfüllte Zeit.

Bereits seit Ende September laufen die Vorbereitungen für die Wahl. Auf Grundlage des gemeinsam erarbeiteten Pastoralkonzeptes wurden wichtige Weichen für die nächste Amtsperiode gestellt. Künftig wird es einen gemeinsamen Pfarrgemeinderat im Pfarrverband geben. Ihm gehören neben den Hauptamtlichen zwölf ehrenamtliche Mitglieder an: jeweils sechs aus St. Martin und sechs aus St. Willibald.

Zusätzlich hat die Pfarrei St. Martin beschlossen, einen Orts-Pfarrgemeinderat mit 14 gewählten Mitgliedern einzurichten.

Online-Wahl und besondere Regelung

Die Online-Wahl hat sich bewährt und zu einer deutlich höheren Wahlbeteiligung geführt. Daher sollte sie auch diesmal wieder angeboten werden. Aufgrund technischer Vorgaben aus Eichstätt war jedoch nur eine Online-Wahl möglich – entweder für den gemeinsamen Pfarrgemeinderat oder für den Orts-Pfarrgemeinderat.

Der Pfarrgemeinderat entschied sich für die Online-Wahl des Orts-Pfarrgemeinderates. Dieser wird anschließend aus seiner Mitte sechs Delegierte in den gemeinsamen Pfarrgemeinderat entsenden.

Kandidatensuche

Im Dezember und Januar lief die Kandidatensuche. In allen Kirchorten wurden Vorschlagsboxen aufgestellt. Die große Beteiligung – selbst in der Adventszeit – zeigte das rege Interesse am kirchlichen Engagement. Alle Vorgeschlagenen wurden persönlich angefragt; nur wer seine Bereitschaft erklärte, wurde in die Kandidatenliste aufgenommen.

Seit Mitte Januar steht die Liste fest: 17 Kandidatinnen und Kandidaten stellen sich zur Wahl. Zwölf bisherige Mitglieder möchten ihr Engagement fortsetzen, fünf neue – darunter besonders junge – Gesichter bereichern das Feld.

Jede Wählerin und jeder Wähler kann bis zu 14 Stimmen vergeben. Auch diejenigen, die nicht in den Rat gewählt werden, sollen in Arbeitskreisen eingebunden werden. Jede Idee und jede helfende Hand ist willkommen.

Nutzen Sie Ihr Wahlrecht!

Was ändert sich in der kommenden Amtsperiode?

Bisher gab es in jeder Pfarrei einen eigenen Pfarrgemeinderat sowie eine Pfarrverbandskonferenz auf übergeordneter Ebene, die jedoch wenig in Erscheinung trat.

Mit dem gemeinsamen Pfarrgemeinderat setzen wir ein Zeichen für ein engeres Zusammenrücken im Pfarrverband. In einer zunehmend säkularisierten Gesellschaft ist Zusammenarbeit entscheidend. Gleichzeitig bleibt das kirchliche Leben vor Ort unverzichtbar.

Die 14 Mitglieder des Orts-Pfarrgemeinderates und die Arbeitskreise gestalten weiterhin das Gemeindeleben in den Kirchorten. Die sechs Delegierten im gemeinsamen Pfarrgemeinderat übernehmen darüber hinaus Verantwortung für die übergeordneten Aufgaben des Pastoralkonzeptes und der Katholischen Kirche Neumarkt.

Pastoralkonzept und Projekt „Katholische Kirche Neumarkt“

Ein weiteres zentrales Thema war das Pastoralkonzept. Im Jahr 2022 erhielten die Pfarreien vom Bischof den Auftrag, ein Pastoralkonzept zu erstellen – ein Dokument, das beschreibt, wo die Pfarrei heute steht und wie sie sich in den kommenden zehn Jahren entwickeln möchte.

Parallel dazu wurde von der Diözese das Projekt „Stadtkirche“ initiiert. Hintergrund ist unter anderem der für September 2026 geplante Ruhestand von Pfarrer Winner.

Derzeit gibt es im Stadtgebiet Neumarkt sechs Pfarreien in drei Pastoralräumen. Schon jetzt ist deutlich, dass freiwerdende Pfarrstellen künftig nicht mehr nachbesetzt werden können. Langfristig werden die drei Pastoralräume zu einem gemeinsamen Raum zusammengeführt. Die sechs Pfarreien bleiben bestehen, arbeiten jedoch enger zusammen – mit einem leitenden Pfarrer, einem gemeinsamen Pastoralteam und einer gemeinsamen Verwaltung.

Das Projekt Katholische Kirche Neumarkt umfasste zwei Bereiche:

  1. Praktische Zusammenarbeit – etwa ein gemeinsamer Flyer für die Kinderkirche, stärkere Vernetzung, ein digitaler Gottesdienstanzeiger.
  2. Ein gemeinsames Pastoralkonzept für alle Pfarreien im Stadtgebiet.

Im Vortrag wurden Struktur und Inhalte des gemeinsamen Konzeptes vorgestellt, das im Februar in allen Pfarrgemeinderäten zur finalen Abstimmung steht. Es regelt die zukünftigen Gremien, Zuständigkeiten und Formen der Zusammenarbeit.

Kurzzusammenfassung des gemeinsamen Pastoralkonzeptes

Die katholische Kirche in Neumarkt steht – wie vielerorts – vor großen Veränderungen: sinkende Mitgliederzahlen, weniger Priester, gesellschaftlicher Wandel. Gleichzeitig bleibt das Bedürfnis nach Sinn, Gemeinschaft und Glauben lebendig.

Das Pastoralkonzept „Katholische Kirche Neumarkt“ ist unsere Antwort darauf. Es beschreibt, wie wir auch in Zukunft lebendige Kirche sein wollen: Gott im Mittelpunkt, den Menschen zugewandt und offen für neue Wege.

Unsere sechs Pfarreien bringen ihre je eigenen Stärken ein. Ziel ist keine Vereinheitlichung, sondern Vernetzung. Transparenz, Beteiligung und gegenseitiger Respekt bilden die Grundlage unseres Handelns.

Im Zentrum stehen weiterhin:

  • die Feier der Eucharistie,
  • die Weitergabe des Glaubens an Kinder und Jugendliche,
  • eine einladende Kirche für Familien,
  • tätige Nächstenliebe,
  • verständliche Kommunikation – auch in digitalen Medien.

Auch schwierige Fragen zu Gebäuden und Ressourcen werden offen und fair angegangen, um kirchliches Leben in allen Kirchorten langfristig zu sichern.

Das Pastoralkonzept gibt Orientierung und lädt ein, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen – damit Kirche in Neumarkt auch morgen Heimat, Hoffnung und Gemeinschaft sein kann.

Auflockerung und Rückblick

Nach den inhaltlich anspruchsvollen Themen sorgten Schätzfragen für heitere Stimmung. Eine Teilnehmerin beantwortete alle zehn Fragen richtig und erhielt als augenzwinkernden Preis ein „Candle-Light-Dinner für zwei“ – eine Dose Gulasch mit Teelicht und einen kleinen Sekt. Die 88 Teilnehmenden hatten bei der Beantwortung der Fragen sichtlich Freude.

Die Lösung finden Sie hier.

Berichte aus den Kirchenverwaltungen zu abgeschlossenen und geplanten Bauvorhaben sowie ein Bilderrückblick auf das vergangene Kalenderjahr rundeten den gelungenen Nachmittag ab.