Eichstätt/Ellwangen. (pde) – Pater Josef Schmidpeter ist am Montag, 26. Januar, im Alter von 89 Jahren verstorben. Der aus dem Bistum Eichstätt stammende Ordenspriester lebte zuletzt in Ellwangen. Schmidpeter war viele Jahre in der internationalen Missionsarbeit tätig und wirkte zeitweise auch in verantwortlichen Funktionen im Bistum Eichstätt.
P. Josef Schmidpeter wurde 1936 in Laibstadt geboren. Nach dem Eintritt in den Orden der Comboni-Missionare empfing er 1963 in Brixen in Südtirol die Priesterweihe. Früh übernahm er Aufgaben in Bildung und Seelsorge, unter anderem als Erzieher und Religionslehrer im Josefinum in Ellwangen.
Ein Schwerpunkt seines Wirkens lag in der missionarischen Arbeit in Peru. Dort gründete und leitete er Pfarrgemeinden und engagierte sich besonders im sozialen und medizinischen Bereich, etwa beim Aufbau von Gesundheitsstationen und Polikliniken für benachteiligte Bevölkerungsgruppen. Für dieses jahrzehntelange Engagement wurde er 2016 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet.
Zwischen 1993 und 2001 war Pater Schmidpeter im Bistum Eichstätt tätig, unter anderem als Referent für Weltkirche, Mission-Entwicklung-Frieden sowie als geistlicher Beirat des Päpstlichen Missionswerks der Frauen. Auch nach seiner Rückkehr aus dem Ausland blieb er der kirchlichen Weltmissionsarbeit eng verbunden.
In seine Zeit im Bistum Eichstätt fielen die bundesweite Eröffnung der Misereor Fastenaktion 1997 sowie einige Partnerschaftsreisen ins Eichstätter Partnerbistum Poona in Indien. 1997 begleitete er den damaligen Bischof Walter Mixa nach Indien. Es war die erste Reise eines Eichstätter Bischofs nach Poona (heute Pune) nach Bischof Josef Schröffer im Jahr 1964.
Die Trauerfeierlichkeiten beginnen am Sonntag, 1. Februar, mit einem Totengebet um 18.30 Uhr in der Seminarkapelle in Ellwangen. Das Requiem wird am Dienstag, 3. Februar, um 13 Uhr in St. Wolfgang in Ellwangen gefeiert, anschließend ist um 14 Uhr die Beerdigung auf dem Friedhof bei St. Wolfgang.