Eichstätt - 15 Frauen und Männer stark ist der neue Ausbildungsgang zur Einführung in die pastoralen Berufe Gemeindereferent/Gemeindereferentin, Pastoralreferent/Pastoralreferentin und Priester, in dem Kandidatinnen und Kandidaten aus den vier Bistümern Bamberg, Eichstätt, Speyer und Würzburg zusammenkommen. Zum ersten Mal haben sie sich in der ersten Septemberwoche in Eichstätt getroffen, bis auf wenige Ausnahmen, erstmals. Zusätzlich zur Arbeit an ihren jeweiligen pastoralen Einsatzorten werden sie in dieser Besetzung in den nächsten drei Jahren immer wieder in den Bischofsstädten zusammenkommen, um sich über ihre Erfahrungen in ihren Diözesen auszutauschen, zusammen zu arbeiten und gemeinsam, jeder auf seine Weise und nach seinen Möglichkeiten, fachlich und methodisch für den Berufsalltag dazuzulernen und menschlich und vor allem geistlich zu wachsen.
Die Bistums-Kooperation, die 2020 im Auftrag der Bamberger Metropolie beschlossen wurde und seit 2024 nun zum dritten Mal zustande kommt, sieht keiner der beteiligten Verantwortlichen als Notlösung in berufungsarmen und auch sonst limitierten Zeiten in der Kirche. Maria Lechner, Ausbildungsleiterin im Bistum Eichstätt, wird nicht müde, den besonderen Rahmen dieser Kooperation mit ihren Möglichkeiten zu loben – aus mehreren Gründen. Die bisherigen Erfahrungen zeigten: die Zusammenarbeit fördere die Vernetzung und erhöhe die Qualität der Ausbildung. Trotz geringerer Ressourcen besser werden – das gelänge am besten so, sagt sie aus Erfahrung. Lechner arbeitet eng mit dem Regens des Eichstätter Priesterseminars, Domkapitular Michael Wohner, zusammen, der sich in besonderer Weise der Priesterkandidaten in der Gruppe annimmt.
Im Bistum Eichstätt absolvieren zwei Frauen und zwei Männer diese berufsbegleitende Ausbildung, die mit der bundesweit anerkannten zweiten Dienstprüfung abgeschlossen wird. Rebecca Elsinger und Carolin Streller wollen Pastoralreferentinnen werden. Tobias Walter und Samson Tesfaye sind Priesterkandidaten.