In der Kirche St. Andreas in Eitensheim hat die Osternacht seit jeher einen besonderen Klang. Wenn sich am späten Abend die Türen öffnen und die Gemeinde in der stillen Dunkelheit zusammenkommt, beginnt ein Moment, der jedes Jahr neu berührt. Die Osternacht ist nicht nur der Höhepunkt des Kirchenjahres, sondern auch ein Fest der Hoffnung, das in St. Andreas mit großer Tiefe und Gemeinschaft gefeiert wird.
Zu Beginn liegt die Kirche in völliger Finsternis. Nur das leise Knistern des Osterfeuers vor dem Gotteshaus durchbricht die Stille. Aus diesem Feuer wird die Osterkerze entzündet – ein schlichtes, aber kraftvolles Zeichen dafür, dass das Licht Christi stärker ist als jede Dunkelheit. Wenn die Kerze hineingetragen wird und ihr warmes Leuchten die Kirche erfüllt, entsteht ein Moment, der viele Menschen bewegt.
Nach und nach breitet sich das Licht in den Bankreihen aus. Jede einzelne Kerze, die daran entzündet wird, erzählt davon, wie Hoffnung weitergegeben wird.
In den Lesungen entfaltet sich die große Geschichte Gottes mit den Menschen – von der Schöpfung bis zur Auferstehung. Spätestens beim Gloria, wenn die Orgel nach der langen Fastenzeit wieder einsetzt und die Glocken von St. Andreas jubelnd erklingen, wird spürbar: Ostern ist da.
Die Osternacht in Eitensheim ist aber nicht nur ein liturgisches Fest. Sie ist ein gemeinschaftliches Erlebnis, das Menschen verbindet – Jung und Alt, Familien, Einzelne, Suchende und Glaubende. So wird die Osternacht in St. Andreas jedes Jahr zu einem neuen Anfang: ein Aufatmen, ein Aufleuchten, ein Aufstehen ins Leben.
Text & Bilder: Rosmarie Obermeier