Am Pfingstmontag wurde im Pfarrverband TERRA zum zweiten Mal ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert. Dies ist nicht zuletzt eines der Ziele, die sich der Pfarrverband in seinem Pastoralkonzept gesetzt hat: da es im überwiegend katholisch geprägten Gebiet des Pfarrverbands bisher nur wenige ökumenische Kontakte gab, sollen diese weiter intensiviert werden.
So machten sich wieder gut 100 katholische und evangelische Christinnen und Christen auf den Weg. Der Pfarrverband TERRA mit den Pfarrgemeinden Tagmersheim, Emskeim, Rögling, Rohrbach und Ammerfeld sowie die evangelischen Kirchengemeinden Rehlingen und Büttelbronn mit Monheim hatten zur Jagdhütte nördlich von Rögling eingeladen. Ein Team aus Mitgliedern des Pfarrgemeinderatsvorstands, des Kirchenvorstands sowie den Pfarrern Philipp Henkys und Tobias Scholz hatte den Gottesdienst gemeinsam vorbereitet.
Manche kamen mit dem Auto, viele folgten jedoch auch der Einladung, mit dem Fahrrad anzureisen. Radfahrerinnen und Radfahrer aus verschiedenen Richtungen trafen sich vor dem Gottesdienst am Dorfladen in Rögling und fuhren das letzte Stück gemeinsam weiter, angeführt vom Röglinger Bürgermeister Jürgen Böswald.
Bei schönstem Wetter begann der Gottesdienst mitten im Wald beim Hubertus-Bildstock. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Böswald wurde gemeinsam gesungen, gebetet und aus der Heiligen Schrift gelesen. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst in sehr ansprechender Weise von der Musikkapelle Rögling.
In der Predigt von Pfarrer Scholz stand das Evangelium Lk 8,4-8 im Mittelpunkt. Gott, so ein Gedanke der Predigt, sät sein Wort und seine Liebe ganz verschwenderisch aus - ebenso auch seinen Heiligen Geist. Dieser wolle keine Trennung, sondern Verbindung schaffen. Er „spendet“, wie Papst Benedikt XVI. einmal sagte, „Einheit in der Verschiedenheit“.
Am Ende der Predigt verteilten Ministranten an alle Mitfeiernden ein kleines Tütchen mit einem Samen. Die Einladung, diesen zu Hause einzupflanzen, war zugleich ein sprechendes Bild: das ökumenische Miteinander soll nicht im Wald enden, sondern im Alltag weiterwachsen.
Nach dem Segen durch die beiden Pfarrer Henkys und Scholz gab es bei Getränken und Knabbereien noch Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. So wurde auch dieser zweite ökumenische Gottesdienst wieder zu einem schönen Zeichen gelebter christlicher Gemeinschaft.
Ein weiteres Treffen zur Rückschau und zugleich zum Vorausblick auf den nächsten ökumenischen Gottesdienst ist bereits geplant.