Neue Schulleiterin an der Maria-Ward-Realschule in Eichstätt-Rebdorf

Anita Schmid leitet seit dem 1. August die Maria-Ward-Realschule
Anita Schmid steht hinter ihrem Schreibtisch
Die neue Schulleiterin in ihrem Büro

„Neue Schule, neue Herausforderungen, neues Abenteuer“ —  was auf die frisch eingeschulten Schülerinnen und Schüler der Maria-Ward-Realschule zutreffen könnte, gilt auch für Anita Schmid.
Sie ist die neue Schulleiterin an der Maria-Ward-Realschule in Eichstätt-Rebdorf und folgt damit auf ihre Vorgängerin Monika Helmstreit, die dieses Jahr nach 34 Jahren an der Schule in den Ruhestand verabschiedet wurde.
„Es ist ein bisschen wie im Dschungel“, erzählt Schmid über ihre Startzeit. 
Es sei ein großer Schulcampus und man müsse erst einmal den Durchblick bekommen. Um möglichst zielsicher durch das Dickicht des Dschungels zu kommen, stehe ihr die gesamte Schulgemeinschaft zur Seite: „Alle sind sehr offen und bemühen sich sehr.“ Sie fühle sich herzlich willkommen geheißen. Aber Fakt bleibe, sagt sie schmunzelnd: „Die Schülerinnen und Schüler müssen sich einen neuen Namen merken, ich darf mir viele einprägen“.

Vor ihrer neuen Stelle an der Schule des Bistums hat Anita Schmid bereits Schulleitungserfahrung an anderen Maria-Ward-Schulen gesammelt. Sie war bereits Konrektorin an der Maria-Ward-Realschule in Neuburg an der Donau, zuletzt Schulleiterin an der Maria-Ward-Realschule in München-Nymphenburg. Nach Eichstätt hat sie ihre Großfamilie gezogen, der sie einfach wieder näher sein wollte. Die verschiedenen Stationen seien für sie keine Bruchstücke, vielmehr seien sie „Teil einer größeren persönlichen Aufgabe“. „Ich glaube nicht an Zufall, sondern ich fühle mich da wirklich von Gott geführt und vielleicht auch ein Stückchen von Maria Ward. Ich darf an mehreren Orten im gleichen Sinne wirken. Das ist auch mein Ziel.“ 

Als Schulleiterin möchte sie die Schule nicht nur führen, sondern auch gestalten und das im direkten Kontakt mit den Schülerinnen und Schülern. Zu Anita Schmids Unterrichtsfächern gehören Deutsch, katholische Religionslehre und Sozialwesen. Besonders wichtig sei es ihr, eine angstfreie Lernatmosphäre an der Schule zu schaffen. In diesem Zusammenhang betont die neue Schulleiterin die Bedeutung der Schulsozialarbeit und der Schulpastoralangebote, welche die Kinder und Jugendlichen in ihrer Individualität erfassen und unterstützen. Zum einen lerne es sich einfach besser, wenn man angstfrei ins Klassenzimmer komme. Zum anderen liege hier der Kern der gegenseitigen Wertschätzung, die für Schmid an Schulen in kirchlicher Trägerschaft so zentral ist: „Es geht darum, jede Schülerin, jeden Schüler, jede Lehrkraft als Gottes Ebenbild zu sehen.“

 

Auch wenn Anita Schmid schon viele Ideen und Vorstellungen für ihre neue Stelle an der Maria-Ward-Realschule hat – für das erste Schuljahr möchte sie sich, ähnlich wie der neue Bischof des Bistums, erst einmal zurücknehmen und zuhören. Von Null muss sie nicht beginnen: „Die gewachsenen Strukturen hier sind wirklich ein Geschenk und da bin ich meinen Vorgängerinnen und Vorgängern wirklich sehr dankbar.“

Neben einer ähnlichen Herangehensweise an den Neustart verbindet die Schulleiterin und den neuen Oberhirten des Bistums auch, dass Anita Schmid eine Fürbitte bei der Amtseinführung von Bischof Christian Würtz am 4. Oktober halten wird. Ein bisschen aufgeregt sei sie schon, aber „diese Grundspannung braucht man, um dann konzentriert lesen zu können, weil es natürlich etwas Besonderes ist, zu diesem Anlass die Fürbitte lesen zu dürfen.“

Als ersten Schritt nach der Beobachtungszeit kann sie sich vorstellen, die Schöpfungspädagogik auszubauen, wobei noch nichts in Stein gemeißelt sei. Wichtig ist ihr, die bereits angesprochene angstfreie Lernatmosphäre für jede einzelne Schülerin und jeden einzelnen Schüler zu schaffen. „Ich glaube ganz fest daran: Jeder Mensch ist ein Juwel, ein Diamant und wir erlauben uns viel zu wenig zu strahlen und zu leuchten, weil wir sehr oft unser Licht unter den Scheffel stellen.“ Und dieses Strahlen ist eben nur in einer kooperativen, produktiven und wertschätzenden Schulumgebung möglich, ist sich Anita Schmid sicher.


	Bild von 
	Philipp Bartmann