Bei einem Ortstermin Mitte September 2025 brachten Pfarrer Tobias Scholz und Kirchenpflegerin Elisabeth Templer dem zuständigen Bauberater des Diözesanbauamts Eichstätt einen Nagekäfer-Befall im Kirchturms vor. Bei der gemeinsamen Begehung konnten Bohrmehlhäufchen vorgefunden werden.
Zur Begutachtung des Befalls sowie zur Angebotserstellung war bereits im August 2025 die Fachfirma Binker vor Ort. Diese hatte folgende Stellungnahme zum Befall abgegeben:
„Anlässlich der Ortsbegehung vom 22.08.2025 … hat uns Frau Templer gebeten, den Holzschädlingsbefall im Turmschaft der Pfarrkirche in Rögling zu überprüfen. Hier konnte an sämtlichen Treppenaufgängen und Zwischenböden im Turmschaft bis inkl. dem Holzglockenstuhl ein lebender und aktiver Befall durch den Gewöhnlichen Nagekäfer festgestellt werden. Der Befall ist deutlich an vielen frisch herausgeschobene Holzbohrmehlhäufchen erkennbar. Auch etliche tote, umherliegende Anobienkäfer konnten vorgefunden werden. Über die im Sommer flugfähigen Käfer erfolgt eine weitere Verbreitung des Schädlingsbefalls, welcher auch auf den Kircheninnenraum übergreifen kann. Im Turmhelm konnte kein sichtbarer Holzschädlingsbefall vorgefunden werden.“
Bevor diese Maßnahme durchgeführt werden konnte, musste diese mit der Unteren Denkmalschutz- sowie Naturschutzbehörde abgeklärt werden. Unter der Auflage, dass ein Fledermausfachberater eingeschaltet wird, der eine artenschutzfachliche Betrachtung in Bezug auf Fledermäuse und Gebäudebrüter zur anstehenden Behandlung im Kirchturm vornimmt, wurde die Maßnahme genehmigt. Zudem war eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung für die Sprühbehandlung des Kirchturms durch die Obere Naturschutzbehörde / Regierung von Schwaben notwendig.
Nachdem auch das Diözesanbauamt die Baumaßnahme genehmigt hatte, konnten die Arbeiten beginnen. Zunächst wurden die in der artenschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung geforderten Vermeidungsmaßnahmen durch den Fledermausfachberater umgesetzt: Beleuchtung zur Vergrämung möglicher anwesender Fledermäuse, Montage von zwei Wildkameras zur Beobachtung und Meldung möglicher Flugbewegungen der Fledermäuse. Anschließend konnte die Fachfirma den bekämpfenden Holzschutz im Kirchturm vornehmen.
Durch die Maßnahme sind der Pfarrkirchenstiftung Gesamtkosten in Höhe von 7.012,31 € entstanden:
- Fledermausfachberater Wankerl: 1.460,80 €
- Regierung von Schwaben: 146,53 €
- Firma Binker: 5.404,98 €
Die Diözese Eichstätt beteiligt sich an diesen Kosten mit einem Zuschuss von 25% (1.753,08 €), die Gemeinde Rögling hat einen Zuschuss von 20% gewährt (1.402,46 €). Beiden Zuschussgebern gilt im Namen der Kirchenverwaltung ein herzlicher Dank!