In kurzen Impulsen wurde Delbrêls „Mystik der Menschen auf der Straße“ entfaltet: Gott ist kein Gott der heilen Welt, sondern der realen. Er begegnet im Konkreten, im Unfertigen, im Mut zum nächsten Schritt. Das Evangelium von Maria Magdalena am leeren Grab vertiefte diese Botschaft: Gott ruft jeden Menschen persönlich beim Namen und schenkt neue Hoffnung.
Ein zentrales Moment war die Symbolhandlung „Licht auf der Straße“: Auf einem dunklen Tuch wurde eine Kerze entzündet – Zeichen dafür, dass Gottes Licht auch in unseren Schatten leuchtet. „Gott, du bist das Licht auf unseren Straßen“, hieß es dazu im Gebet.
Musik, Stille, Psalm 139 und Gebete nach Madeleine Delbrêl, gaben dem Abend eine meditative Tiefe. Der abschließende Segen stellte die Teilnehmenden unter Gottes Zusage: „Gott lasse euch Hoffnung finden – dort, wo ihr sie nicht erwartet.“
Markus Haußner