Eichstätt. (pde) – Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) des Bistums Eichstätt ruft zur „Aktion Minibrot“ auf: Am Erntedanksonntag, 5. Oktober, sollen in den Gottesdiensten kleine Brote gesegnet und anschließend gegen Spende verteilt werden. Der Erlös unterstützt ein Widderprojekt in der Region Tambacounda (Senegal), das Frauen ein eigenes Einkommen ermöglicht.
Im Gottesdienst gesegnet, vor der Kirchentür gegen Spende abgegeben – so funktioniert die Aktion seit vielen Jahren in zahlreichen Pfarreien; oft steuern ortsansässige Bäckereien die Semmeln gratis oder zum Selbstkostenpreis bei. Mit dem jährlichen Erntedank‑Impuls macht die KLB zugleich auf Hunger und Armut weltweit aufmerksam.
Das geförderte Projekt knüpft an die Tabaski‑Tradition an, bei der in senegalesischen Familien ein Widder geschlachtet wird – die Nachfrage nach Tieren ist entsprechend hoch. Finanziert werden der Ankauf von zunächst 40 Tieren samt Futter, Schulungen und nötige Tierarztkosten. Der Gewinn aus dem Verkauf verbleibt bei den Familien; pro gemästetem Widder wird ein Überschuss von etwa 80 Euro erwartet. In einem Land, in dem das durchschnittliche Monatseinkommen bei 115 bis 360 Euro liegt, kann der Verkauf eines Tieres fast einen Monatslohn bedeuten. Die KLB versichert zudem, dass Spenden zu 100 Prozent ohne Verwaltungsabzug in die Hilfe fließen.
Die KLB regt an, dass Pfarreien und Gruppen die Aktion kreativ flankieren können – etwa mit vorbereiteten Tüten (zwei oder drei Minibrote), einem Verkaufsstand am Samstagvormittag vor Hofladen oder Supermarkt, Haustüraktionen oder einem „Semmelservice“ fürs Erntedankwochenende.
Die KLB‑Diözesanstelle (Tel. 08421/50‑675, E-Mail klb@bistum‑eichstaett.de) berät und liefert Materialien; Projektanfragen beantwortet auch Michael Graml (Tel. 09184/2134). Das Erntedankheft 2025 mit weiteren Hinweisen ist online beim bayerischen Landesverband der KLB und www.klb-bayern.de/werkmaterial abrufbar.