Mesnerverband feiert Jubiläum

Vor 50 Jahren schlossen sich haupt- und ehrenamtlich Aktive aus der Diözese zu einem Verband zusammen, der heute 560 Mitglieder jeden Alters zählt
Vorstandsmitglieder des Eichstätter Mesnerverbands bei der Jubiläumsfeier im Dom vor dem Porträt ihres Patrons, des seligen Franz Jägerstätter.

Eichstätt. (pde) - Kurz vor der Amtseinführung des neuen Bischofs führte ein besonderer Anlass Mesnerinnen und Mesner aus dem gesamten Bistum im Eichstätter Dom zusammen: Mit Diözesanadministrator Dompropst Alfred Rottler, Präses Domvikar Martin Fuchs, dessen Stellvertreter Domkapitular Michael Harrer und weiteren Geistlichen feierten sie das 50-jährige Bestehen ihres Berufsverbands. Von insgesamt 560 Mitgliedern waren rund 200 in den Dom gekommen, darunter fünf Ehrenmitglieder. Aus fast allen bayerischen Diözesen waren Mesner-Delegationen vertreten. Auf den Gottesdienst folgte ein gemeinsames Essen im Priesterseminar.

Immer öfter Teams

Zweck des Eichstätter Mesnerverbands ist laut Satzung nicht nur die Pflege der Gemeinschaft, sondern auch die Wahrnehmung von Standesinteressen wie etwa Aus- und Fortbildung oder Beratung in Anstellungs-, Gehalts- und Urlaubsfragen. Im Bistum Eichstätt gebe es noch vergleichsweise viele ehrenamtliche Mesnerinnen und Mesner, die in kleinen Gotteshäusern tätig sind, berichtet Popp. Hauptamtliche finde man besonders in den großen Kirchen. Manche arbeiteten, wie sie selbst in der Wallfahrtskirche Freystadt, in Teilzeit. Generell gehe die Tendenz heute zu Mesner-Teams, die sich im Dienst abwechseln, beschreibt Popp einen Unterschied zur Gründungszeit des Verbands. „Wann ist ein Mesner damals groß in Urlaub gefahren“, überlegt sie, „da hat sich viel geändert“. 

Manche Minis werden Mesner

Besonders unter dem Vorsitz von Reinhard Brock, der ab 2004 amtierte, sei die Mitgliederzahl gewachsen, berichtet Popp: „Er hat viel Werbung gemacht“. Sie selbst ist seit Februar 2026 Vorsitzende. Dass sie Mesnerin geworden sei, hänge vielleicht damit zusammen, „dass ich früher gern ministriert hätte, aber als Mädchen noch nicht durfte“, überlegt die 54-Jährige. So übernahm sie als Erwachsene eine Aufgabe, über die es in der Präambel der Dienstanweisung heißt: „Der Dienst der Mesnerin/des Mesners steht in besonderer Beziehung zum Altar.“ Auch heute „kommen tatsächlich immer wieder junge Leute nach“, freut sich Popp, „immer wieder sind es ehemalige Ministranten und Oberministranten, die auf ihrem Weg schon ein bisschen hineingewachsen sind in das Amt.“