Mercosur-Abkommen ist Thema beim Landvolktag in Hofstetten

Sichert das Mercosur-Abkommen neue Absatzmärkte, oder setzt es heimische Höfe unter Druck? Beim Landvolktag der KLB erklärt BBV-Expertin Isabella Timm-Guri, was der Freihandel mit Südamerika für die bayerische Landwirtschaft bedeutet.
Kühe auf der Weide.
Deutsche Landwirtinnen und Landwirte machen sich Sorgen um die Folgen des EU-Mercosur-Abkommens.

Eichstätt/Hofstetten. (pde) – Die Katholische Landvolkbewegung (KLB) im Bistum Eichstätt lädt am Sonntag, 11. Oktober, zum Diözesan-Landvolktag nach Hofstetten ein. Im Mittelpunkt steht das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Es wurde nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen im Januar 2026 unterzeichnet. Sein Handelsteil wird seit dem 1. Mai 2026 vorläufig angewendet, während die abschließende Zustimmung des Europäischen Parlaments wegen einer Prüfung durch den Europäischen Gerichtshof noch aussteht.

Beide Vertragsparteien erhoffen sich wirtschaftliche Vorteile, da das Abkommen die meisten Zölle auf beiden Seiten abschafft. Als ländlicher Erwachsenenbildungsverband will die KLB Fachleute zu Wort kommen lassen und über Chancen und Risiken des Abkommens informieren.

Der Tag beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Hofstetten mit Landvolkpfarrer Roland Klein. Anschließend geht es im Gasthaus Buchberger weiter. Nach Begrüßung und Einführung um 10.15 Uhr spricht Isabella Timm-Guri ab 10.30 Uhr über das Mercosur-Abkommen aus Sicht der Landwirtschaft. Sie ist Direktorin im Generalsekretariat des Bayerischen Bauernverbands (BBV) und leitet dort die Bereiche Tier, Marktberichtstelle sowie Obst und Gartenbau. Im Anschluss ist Zeit für Austausch und Fragen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen um 12.30 Uhr stehen ab 14 Uhr zwei Exkursionen in der Umgebung von Hofstetten auf dem Programm. Um 15.30 Uhr klingt der Tag bei Kaffee aus. Anmeldungen nimmt die KLB-Diözesanstelle bis Montag, 5. Oktober, entgegen: telefonisch unter (08421) 50-675 oder per E-Mail an klbspam prevention@bistum-eichstaett.de.