Eichstätt - Mit einer letzten Zahlung aus den USA, die im Mai eingegangen ist, wurde ein Meilenstein der juristischen Aufarbeitung erreicht. Mit der abschließenden Zahlung von 800.000 US-Dollar ist der im Jahr 2022 geschlossene Vergleich im Zusammenhang mit der Finanzaffäre des Bistums Eichstätt vollständig erfüllt. Die Gesamtsumme der Darlehen belief sich auf rund 60 Millionen US-Dollar. Seit Offenlegung der Finanzaffäre durch die Diözese sind damit insgesamt rund 36 Millionen US-Dollar an die Diözese Eichstätt zurückgeflossen.
Einen wesentlichen Fortschritt bei der Aufarbeitung erzielte die Diözese im Herbst 2022 mit einem Vergleich mit einem US-amerikanischen Projektentwickler. Bei vollständiger Umsetzung des Vergleichs sollten ursprünglich insgesamt rund 39 Millionen US-Dollar von allen beteiligten Projektentwicklern an die Diözese zurückgeführt werden. Im Sommer 2024 wurde die Vereinbarung im Verhältnis zu einem der beteiligten Projektentwickler angepasst, nachdem die Verwertung der Immobilien durch diesen geringere Erlöse als prognostiziert erzielt hatte. Die vereinbarte Summe reduzierte sich dadurch um 3 Millionen US-Dollar. Gleichzeitig konnte für die noch offenen Forderungen eine zusätzliche persönliche Haftung des Immobilienentwicklers vereinbart werden.
Mit Erfüllung der letzten Zahlungsverpflichtungen sind der US-Vergleich und die rechtliche Aufarbeitung in den USA abgeschlossen. Für die juristische Aufarbeitung in den USA rechnet die Diözese mit Kosten im oberen einstelligen Millionenbereich – unter anderem für Anwälte, Sachverständige und Gutachter. Weitergehende Ansprüche verfolgt die Diözese in Deutschland.