- heißt es in Heimito von Doderes Roman „Die Dämonen“.
In meiner Schulzeit war ich gegenüber einigen Fächern oder Lehrern voreingenommen. Darum hat mich besonders das Fach Physik viel Kraft gekostet. Und umgekehrt: Das Lernen in den Fächern, die ich mochte, hat mir sogar Spaß gemacht.
Im Fußballspiel habe ich die Mitspieler, die ich mochte, öfter angespielt. Den Menschen, die mir gefallen, die ich sympathisch finde, höre ich aufgeschlossen zu und folge ihren Ratschlägen; ich will sie nachahmen. Meinen Freund nehme ich in Schutz, wenn er von anderen kritisiert wird.
Personen, die ich liebe, vergebe ich ihre Fehler gerne.
Weil ich mich selber mag, bin ich sehr mild in Selbstkritik; ich versuche meine Fehler zu rechtfertigen.
Ja! Das was ich liebe, Menschen, die ich mag, verstehe ich besser und setze mich für sie ein.
Jedoch denke ich immer wieder: Das, was ich verstehe, liebe ich mehr…
Ich rauche nicht, weil ich verstanden habe, wie schädlich das Rauchen für mich und meine Umgebung ist.
Ich lasse mich von einem Arzt operieren, erlebe dabei Schmerzen, weil ich verstanden habe, dass es für mich notwendig ist.
Ich habe verstanden, dass Gott die Liebe ist und für mich das Beste will, darum vertraue ich mich ihm an.
Ich liebe Gott, darum bemühe ich mich, sein Evangelium zu verstehen.
Ich verstehe, dass ER mit uns real unter der Gestalt des Brotes gegenwärtig ist, darum bete ich Ihn an und preise in der Fronleichnamsprozession.
Msgr. Dr. Josef Hernoga, Schwabach, 03.06.26