Eichstätt. (pde) – Zuhören, begleiten, da sein: Im Bistum Eichstätt haben sich Lehrkräfte gezielt für Aufgaben in der Schulpastoral weiterqualifiziert. Damit stärkt die Diözese ein Arbeitsfeld, das im Schulalltag zunehmend an Bedeutung gewinnt. Denn Schule ist heute weit mehr als ein Ort, an dem Wissen vermittelt wird. Viele Schülerinnen und Schüler stehen unter Druck, ringen mit persönlichen Fragen oder suchen Orientierung. Gleichzeitig sind auch Lehrkräfte stärker gefordert als früher. Genau hier setzt die Schulpastoral an: Sie schafft Räume für Gespräche, Unterstützung und Begegnung. Verankert ist dieses Engagement im diözesanen Zukunftsplan „Neu aufbrechen mit dem Bistum Eichstätt“, der auch die Stärkung der Begleitung im schulischen Lebensraum in den Blick nimmt.
Im März konnten gleich zwei Ausbildungsgänge erfolgreich abgeschlossen werden. Zwölf Lehrkräfte nahmen an der bayernweiten Weiterbildung „Seelsorgliche Beratung in der Schule“ teil. Während der zweijährigen Ausbildung lernten die Teilnehmenden verschiedene Gesprächstechniken kennen, vertieften und reflektierten ihre Gesprächskompetenzen in Rollenspielen sowie kollegialer Beratung und entwickelten ein auf ihre jeweilige Schule zugeschnittenes Beratungskonzept, das vom christlichen Menschenbild und einer wertschätzenden Grundhaltung geprägt ist. Unter den Absolventen des Kurses waren auch zwei kirchliche Religionslehrerinnen sowie ein Priester aus dem Bistum Eichstätt.
Markus Moder, Leiter der Abteilung Schule und Bildung im Bischöflichen Ordinariat, zeigte sich erfreut, dass sich auch Teilnehmende aus dem Bistum Eichstätt in diesem Bereich weiterqualifizieren. „Wir erleben zunehmend, dass der Bedarf an seelsorglicher Begleitung wächst: Immer mehr Schülerinnen und Schüler, aber auch Lehrkräfte suchen das Gespräch – sei es bei persönlichen Belastungen, schulischem Druck oder der Suche nach Orientierung und Halt.“