Plankstetten/Eichstätt. (pde) – Die Themen der Enzyklika „Laudato si“ sind seit ihrem Erscheinen vor zehn Jahren noch drängender geworden. Dies war die zentrale Botschaft des diesjährigen Schöpfungstages im Bistum Eichstätt. Zum dritten Mal seit seiner Einführung im Jahr 2011 fand er in der Abtei Plankstetten statt und war eingebettet in den traditionellen Erntedankmarkt des Klosters. Höhepunkt war ein Ökumenischer Schöpfungsgottesdienst mit Vertreterinnen und Vertretern von vier Konfessionen, darunter Diözesanadministrator Dompropst Alfred Rottler.
Während die Stände im Innenhof und vor der Klosterschenke bei ruhigem Herbstwetter einen wahren Besucheransturm erlebten, bot die Klosterkirche eine Oase der Ruhe, als die Nachhaltigkeitsreferentin der Diözese Eichstätt, Lisa Amon, dort den Nachmittag im Zeichen des Jubiläums „zehn Jahre Laudato si“ eröffnete. Der Schöpfungstag wolle Inhalte und Zitate der Enzyklika nicht in einer nüchternen Podiumsdiskussion aufgreifen, sondern alle Sinne ansprechen, kündigte Amon eine Klangcollage, einen ökumenischen Gottesdienst und zwei kleine Wanderungen an. Sie verwies auch auf die Info-Stände, die das Umweltreferat, die landwirtschaftliche Familienberatung der Katholischen Landvolkbewegung (KLB), der BDKJ und die Büchereiarbeit im Bistum auf dem Erntedankmarkt rund um das Thema „Laudato si“ aufgebaut hatten. Unter den Interessierten in der Kirche begrüßte Amon auch einen Kollegen aus dem Bistum Speyer, den dortigen Umweltbeauftragten Steffen Glombitza, der mit einem Arbeitskreis gerade zu Gast in Plankstetten war.
Harmonische, aber auch bewusst schräge, grelle, an Flug- und Baulärm erinnernde Gitarrenklänge erfüllten anschließend den Kirchenraum. Unter dem Motto „Schöpfung.Wort.Widerhall“ setzten die Journalistin Claudia Bauer vom Kreisbildungswerk Freising und der ebenfalls aus Freising stammende Musiker Norbert Bürger die Botschaft von „Laudato Si“ als Klangcollage um. Immer mehr Gäste des Erntemarkts fanden unterdessen den Weg in die Kirche, wo inzwischen die Musikgruppe Contact aus Dietfurt ihre Instrumente aufgebaut hatte, um den ökumenischen Gottesdienst zu begleiten. Mit Diözesanadministrator Alfred Rottler zogen Dekanin Dr. Nina Lubomierski (Evangelisch-Lutherisches Dekanat Landshut) Archimandrit Georgios Siomos, Pfarrer der Griechisch-Orthodoxen Allerheiligenkirche München und Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK), Bayern Pastor Lutz Heidebrecht (Evangelische Freikirche Mennonitengemeinde Ingolstadt e.V.) sowie der Plankstettener Abt Dr. Beda Maria Sonnenberg in die Klosterkirche ein.