Landwirtschaft geht alle an: Studientag in Eichstätt zur EU-Agrarpolitik mit Bundesminister Alois Rainer

Ernährung, Umwelt, bäuerliche Betriebe: Wie passt alles zusammen? Der Studientag „Zukunft Landwirtschaft“ zeigt Perspektiven aus Politik, Kirche und Wissenschaft.
Ein Bauer steht vor einem Feld
Wie kann Landwirtschaft ökologisch, sozial und wirtschaftlich tragfähig gestaltet werden?
Ein Studientag in Eichstätt beleuchtet EU-Planungen und praxisnahe Lösungsansätze.

Eichstätt (pde) – Wie muss eine Landwirtschaftspolitik ausgestaltet sein, die ökonomische Tragfähigkeit, ökologische Verantwortung und soziale Akzeptanz miteinander verbindet? Wie müssen die Weichen gestellt werden, damit bäuerliche Betriebe erhalten, Ernährungssicherung langfristig gewährleistet und ökologische Belastungsgrenzen eingehalten werden? Mit diesen Fragen befasst sich der Studientag „Zukunft Landwirtschaft – Eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe!“, zu dem die Stabsstelle Schöpfung, Klima- und Umweltschutz im Bistum Eichstätt gemeinsam mit dem Landesbildungswerk der Katholischen Landvolkbewegung in Bayern/KLB Erwachsenenbildung in Bayern und dem BUND Naturschutz Bayern einlädt. Zu der Veranstaltung, die am Samstag, 14. März, ab 9.30 Uhr im Priesterseminar Eichstätt stattfindet und insbesondere die Planungen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der EU nach 2027 in den Blick nimmt, kommen hochkarätige Referentinnen und Referenten, allen voran der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer. Zielgruppe sind alle am Thema interessierten, insbesondere Verantwortliche in kirchlichen Gremien und in Kommunen sowie Landwirtinnen und Landwirte.

Der Studientag „versteht sich als Raum für einen sachlichen, offenen und konstruktiven Austausch“, heißt es in der Einladung. „Unterschiedliche Perspektiven aus Landwirtschaft, Politik, Kirche, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sollen zusammengeführt werden, um gemeinsame Ziele und tragfähige Lösungsansätze zu entwickeln.“ Über solche Konsenslösungen haben sich bereits Gremien auf nationaler und europäischer Ebene Gedanken gemacht: Die Zukunftskommission Landwirtschaft (ZKL) mit Vertretern von Landwirtschaft, Umweltverbänden, Wissenschaft und Wirtschaft wurde 2020 von der Bundesregierung eingesetzt und legte 2021 ihren Abschlussbericht vor. Anfang Januar 2024 begann dann der von der EU-Kommission eingeleitete Strategische Dialog (SD) zur Zukunft der Landwirtschaft. Der Mann, der sowohl bei der ZKL als auch beim SD den Vorsitz hatte und die Gespräche moderierte, Prof. em. Dr. Peter Strohschneider, ist auch beim Eichstätter Studientag dabei. 

Strohschneider hält um 10.15 Uhr den ersten Fachvortrag und gibt dabei Einblick in die Arbeit der von ihm geleiteten Gremien. Wie sich die Arbeit von ZKL und SD niederschlägt in den Vorschlägen der EU-Kommission für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach 2027, das schildert im zweiten Vortrag ab 10.50 Uhr Daniela Wannemacher. Sie ist Referentin für Landnutzung beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und eine der Koordinatorinnen der Verbände-Plattform zur GAP – einem breiten, bundesweiten Bündnis aus Landwirtschaft, Umwelt-, Natur-, Klima-, Verbraucher- und Tierschutz sowie der Entwicklungszusammenarbeit.

Nach der Mittagspause werden moderierte Gruppen, sogenannte Panels, gebildet. Geleitet werden sie unter anderem von Matthias Borst, dem stellvertretenden Generalsekretär und Bereichsleiter Agrar- und Umweltpolitik beim Bayerischen Bauernverband (BBV), von Anette Freibauer, Vizepräsidentin Wissen, Landesanstalt für Landwirtschaft Freising, und von Dr. Stefanie Düsberg, Referentin für Agrarpolitik bei der Landesvereinigung für den Ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ). 

Podiumsdiskussion mit dem Landwirtschaftsminister

Landwirtschaftsminister Rainer, den Diözesanadministrator Dompropst Alfred Rottler um 14.30 Uhr willkommen heißt, wird nach einem kurzen Impulsvortrag an einem Podiumsgespräch teilnehmen. Zu Wort kommen dort außerdem Prof. em. Dr. Peter Strohschneider, Daniela Wannemacher, Matthias Borst sowie Bettina Locklair, Bundesgeschäftsführerin der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) Deutschland, und BUND-Landesvorsitzender Martin Geilhufe. Nach dem vom Eichstätter Journalisten Michael Heberling moderierten Podiumsgespräch bildet eine Vesper im Priesterseminar um 16.30 Uhr den spirituellen Abschluss. Geleitet wird sie vom Landvolkseelsorger für Bayern, Pfarrer Franz Walden.

Die Leitung der Tagung haben Lisa Amon, Nachhaltigkeitsreferentin der Diözese Eichstätt, Harald Ulmer, Agrarreferent BUND Bayern, und KLB-Landesgeschäftsführer Martin Wagner. In den Teilnahmekosten von 35 Euro (Schülerinnen, Schüler und Studierende 15 Euro) ist das Mittagessen enthalten. Eine Anmeldung ist bis Donnerstag, 12. März, möglich. Nähere Informationen beim Flyer zum Download

Anmeldung zum Studientag am 14.03.2026 im Priesterseminar in Eichstätt