Ab dem 1. April tritt in unseren Pfarrgemeinden eine weitreichende liturgische Neuerung in Kraft: Die Predigt wird künftig wieder ausschließlich von der Kanzel aus gehalten. Diese richtungsweisende Entscheidung traf Pfarrer Heindl gemeinsam mit den Geistlichen der Pfarreien nach intensiver theologischer Reflexion und mehreren Ortsterminen und Gesprächen mit Gläubigen.
„Von oben hat man einfach den besseren Überblick über die Herde“, heißt es aus der Reihe der Prediger. Gleichzeitig bestätigten erste interne Testgottesdienste die Maßnahme eindrucksvoll. Kirchenbesucherin Rosa Oberbauer zeigte sich begeistert: „Jetzt hört man endlich wieder, was der Pfarrer sagt." Besonders Kaplan Hazy profitiert laut Rückmeldungen von der neuen Akustik: „Den versteht man jetzt sogar bis in die letzte Bankreihe.“
Bis kurz vor Inkrafttreten der Neuerung wurde in Gaimersheim noch intensiv an der Kanzel gearbeitet. Die notwendigen Schreinerarbeiten zur Trittsicherheit erfolgten unter strengen Auflagen des Bischöflichen Ordinariats. Ein Prüfprotokoll bestätigt: „Standfestigkeit gewährleistet.“
In Eitensheim und Tauberfeld, wo bekanntlich seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil keine Kanzeln mehr vorhanden sind, laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Die Kirchenverwaltungen haben bereits Angebote regionaler Schreiner eingeholt. Ein Kirchenpfleger erklärte: „Wir setzen auf eine solide Mischung aus Barock und Brandschutzverordnung.“
Ziel ist es dort, pünktlich zur ersten feierlichen Maiandacht eine funktionsfähige Kanzel präsentieren zu können. Für die Einweihung wurde vorsorglich bereits der neue Bischof angefragt – man wolle schließlich nichts dem Zufall überlassen.