Eichstätt (pde). Die Diözese Eichstätt stellt klar: Im Bistum wird es künftig vier Katholische Jugendstellen ohne zeitliche Befristung geben. Ein anderer Eindruck, der nach einer kürzlich veröffentlichten Pressemitteilung entstanden war, beruht nach Angaben der Diözese auf einem Missverständnis in der Kommunikation.
Die vier Standorte sind Gaimersheim, Nürnberg-Süd, Neumarkt und Herrieden. Insgesamt stehen dafür sechs Vollzeitstellen für Jugendreferentinnen und Jugendreferenten zur Verfügung. „Entscheidend ist: Die Jugendarbeit im Bistum Eichstätt wird von vier Katholischen Jugendstellen organisiert“, betont der Ständige Stellvertreter des Diözesanadministrators, Michael Alberter.
Reaktionen aus der Jugendarbeit
Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hatte nach Veröffentlichung des ursprünglichen Pressetextes öffentlich Kritik geäußert und insbesondere die vermeintliche zeitliche Befristung einzelner Standorte hinterfragt. Die Diözese zeigt Verständnis für diese Reaktion und betont, dass die Kritik wesentlich auf dem entstandenen Missverständnis beruhte.
Ergebnis eines längeren Dialogprozesses
Die nun bestätigte Struktur ist Ergebnis eines längeren Dialogprozesses über die Zukunft der Jugendarbeit im Bistum. Ausgangspunkt war 2025 die Überlegung, die Jugendarbeit stärker direkt in den pastoralen Räumen und Pfarrverbänden zu verankern. In Gesprächen mit Jugendverbänden, Ehrenamtlichen und Hauptberuflichen zeigte sich jedoch schnell, dass feste Standorte der Jugendarbeit weiterhin gewünscht sind.
In mehreren Workshops, den sogenannten „Denkfabriken“, wurde deshalb gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung gesucht. Dabei zeigte sich, dass die reine Verlagerung der Jugendarbeit in die Fläche nicht vermittelbar war. Gleichzeitig musste die Diözese auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren. Das Ergebnis ist die jetzige Struktur mit vier Katholischen Jugendstellen, die sowohl regionale Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und Jugendpastoral als auch Angebote auf diözesaner Ebene unterstützen.
Planungssicherheit für Mitarbeitende und Ehrenamtliche
Für die hauptberuflich und ehrenamtlich Engagierten bedeutet die Klarstellung vor allem Planungssicherheit. Nach einem längeren Transformationsprozess sei es wichtig, nun eine stabile Perspektive zu haben. „Nach einem Jahr intensiver Diskussionen ist es gut, dass jetzt Klarheit besteht. Die vier Katholischen Jugendstellen bilden eine verlässliche Grundlage für die Jugendarbeit im Bistum“, so Alberter. Mit der organisatorischen Umsetzung der neuen Struktur will die Diözese nun in den kommenden Monaten fortfahren. Parallel sollen wieder stärker inhaltliche Themen der Jugendarbeit in den Mittelpunkt rücken.