Die Pfarrei St. Martin lud zu einem Familiengottesdienst auf die Wiese am Ende der Michaelstraße in Rittershof ein. Gestaltet wurde die Feier vom Familiengottesdienst-Team gemeinsam mit den Ministranten, Pfarrer Roland Seger und Gemeindereferent Stephan Götz. Dabei wurden sowohl die Sommersonnenwende als auch das Hochfest zu Ehren des heiligen Johannes des Täufers begangen.
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes standen Licht und Orientierung. Die Gläubigen freuten sich über die Wärme, die langen Tage und die Natur als Geschenk Gottes. Johannes der Täufer wurde dabei als Wegbereiter Jesu dargestellt – als jemand, der den Menschen den Weg zu Christus zeigte. Wie eine Laterne den Weg erhellt, wollte Johannes auf Jesus hinweisen, den Christen als „Licht der Welt“ bezeichnen. Sein Leitwort „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden“ verdeutlicht diese Haltung.
Passend dazu hatten Ministranten und Jugendliche Holz für ein Johannisfeuer gesammelt. Das Feuer erinnert an Johannes den Täufer und symbolisiert zugleich den Lauf des Kirchenjahres: Nach dem längsten Tag des Jahres werden die Tage wieder kürzer, bis an Weihnachten die Geburt Christi, des Lichtes der Welt, gefeiert wird.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Besucher zum gemütlichen Beisammensein eingeladen. Zahlreiche Familien mit Kindern nutzten die Gelegenheit zu Gesprächen und gemeinsamen Stunden in entspannter Atmosphäre. Bis in die Abendstunden herrschte reger Betrieb rund um das Feuer. Bei kühlen Getränken und Essen genossen die Gäste die laue Sommernacht. Mit dem Sonnenuntergang wurde schließlich das Johannisfeuer entzündet. Unter der Aufsicht der Rittershofer Feuerwehr wurde es kontrolliert abgebrannt und diente zugleich als Übung für die Jugendlichen.