Eichstätt. (pde) – In der Karwoche, von Palmsonntag bis Ostersonntag, gedenken Christinnen und Christen weltweit des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu. Die zentrale Botschaft der Passionsgeschichte ist Liebe, Vergebung und Versöhnung. Ostern bedeutet für die Gläubigen, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern der Übergang zu einem ewigen Fest. Der Eichstätter Diözesanpriester Marco Benini, Leiter der wissenschaftlichen Abteilung des Deutschen Liturgischen Instituts in Trier, erklärt im Interview die Liturgie der Kar- und Ostertage Schritt für Schritt.
Herr Benini, am kommenden Sonntag, dem Palmsonntag, beginnt die Karwoche. Was wird am Palmsonntag „nachgespielt“ oder „mitvollzogen“?
Marco Benini: Am Palmsonntag feiern wir den Einzug Jesu in Jerusalem. Wie die Frauen, Männer und Kinder Jesus damals zujubelten, huldigen wir bei der Prozession zu Beginn Christus als unserem „König und Erlöser“. Dabei geht es nicht einfach um ein Nachspielen der Vergangenheit, sondern um die Feier unseres Heils, das Jesus uns durch sein Sterben und Auferstehen geschenkt hat. Das dürfen wir in diesen Tagen mitvollziehen. Der Palmsonntag ist wie das Eingangstor zur Heiligen Woche.