Jahresfest des Collegium Orientale: Unser Bild von Maria

Mit einem Konzert geistlicher Gesänge und einer Ikonenausstellung blickt das Collegium Orientale aus Anlass seines Jahresfestes auf die Mutter Gottes.
Marienbilder
Blick in die Ikonenausstellung in den Räumen des COr.

Eichstätt – Ein schlichter Titel stand heuer über der Feier des Zwölfapostelfestes des Eichstätter Collegium Orientale (COr): „Mutter“. Er stand über einem Konzert, das der Chor des Seminars im Eichstätter Dom gab und er steht über einer Ausstellung, die aus Anlass des traditionellen Jahresfestes eröffnet wurde und noch bis Ende Oktober in den Räumen des COr zu sehen ist. Mutter, so der Rektor des COr, Dr. Oleksandr Petrynko in seiner Begrüßung, sei ein Wort, das jeder versteht, bei dem jeder sehr schnell sehr ähnliches assoziiert: Liebe, Geborgenheit, Fürsorge, Nähe, Wärme. Die ausgewählte Musik und die ausgestellten Bilder sollten von derselben Person erzählen, von der Gottesgebärerin, der Mutter Christi, von Maria. 

Petrynko richtete das Wort zum letzten Mal an die Freunde, Förderer und Gäste des Collegiums. Am Wochenende war vermeldet worden, dass das Leitungsteam zum 1. Oktober wechselt. Andriy Mykhaleyko, wird die Nachfolge Petrynkos antreten, der zukünftig im Bistum Chur arbeiten wird.

Das kostenlose Konzert mit Werken aus mehreren Jahrhunderten, die aus der Ukraine, Georgien oder der Slowakei stammten und die Vielfalt der Marienverehrung in der Tradition der Ostkirchen dokumentierten, zog ein großes Publikum an. Unterstützt wurde der Amateurchor aus Seminaristen und Studierenden des Collegiums unter Leitung von Ruslan Stetsyk, der ansonsten nur im liturgischen Rahmen zu hören ist, in einem Stück von zwei weiblichen Stimmen: Mariia Mytko und Theresa Stetsyk. 

Das große Spektrum ostkirchlicher Traditionen spiegelt auch die Ikonenausstellung, die das COr in Zusammenarbeit mit der Galerie IconArt zusammengestellt hat. So sollten möglichst alle Herkunftsländer der Kollegiaten – Syrien, Indien, Georgien, Libanon und vor allem die Ukraine – mit überwiegend modernen Mariendarstellungen vertreten sein. Die Arbeiten setzen sich in ungewohnter Weise mit den kirchlichen Traditionen der Marienverehrung auseinander und bieten zugleich anregende Beispiele für zeitgenössische sakrale Kunst. Die Ausstellung in den Räumen des COr ist bis 31. Oktober zu sehen.

Der Festtag fand seinen Abschluss mit einem Abend der Begegnung für die zum Teil von weit her angereisten Freunde und Förderer des COr in einem Innenhof des Priesterseminars.