Eichstätt. (pde) – „Gott will sich auch heute einen Weg zu den Herzen der Menschen bahnen“, zeigte sich Diözesanadministrator Dompropst Alfred Rottler beim zentralen Festgottesdienst zum Auftakt der Willibaldswoche im Bistum Eichstätt überzeugt. Im gut gefüllten Dom, in dem auch eine Reihe von Fußwallfahrergruppen Platz genommen hatten, ermutigte Rottler dazu, selbst immer wieder Aufbrüche im Glauben zu wagen und auch andere darin zu unterstützen. Selbst wenn es nur kleine Schritte seien, wie der Gang in eine Kirche, um eine Kerze zu entzünden.
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Wie es überhaupt dazu kam, dass es die Diözese Eichstätt gibt und dass sie jedes Jahr das Fest ihres Bistumsgründers begehen kann, das beschrieb der Diözesanadministrator zu Beginn seiner Predigt ganz konkret: „Da treten zwei junge Männer vor ihren Vater hin und sagen: Du, wir wollen von zu Hause aufbrechen.“ Der Vater habe geantwortet: „Ihr seid doch verrückt. So eine weite Reise zu Fuß ist doch lebensgefährlich“. Aber schließlich sei er mitgegangen. „So ähnlich“, meinte Rottler, „hat es sich vielleicht zugetragen, als im Jahre 720 die Heiligen Willibald und Wunibald ihrem Vater Richard gesagt haben, dass sie nach Rom und ins Heilige Land pilgern wollten.“ Die drei, und auch ihre Schwester Walburga, hätten sich in der Missionstradition der Apostel gesehen. „Jesus schickt sie in die Häuser, zu den Menschen vor Ort. Er weist sie darauf hin, dass sie damit rechnen müssen, nicht aufgenommen zu werden. Das aber soll sie nicht entmutigen.“