Hoffnungsboden

Hoffnungsboden - ein Impuls von von Michael Kleinert
Berge mit Abendrot

Wir wissen: Bedrängnis bewirkt Geduld, Geduld aber Bewährung, Bewährung Hoffnung. (Röm 5,4)

Oben bläst der Wind ins Gesicht. Macht die Sorge zu schaffen, zehrt der Stress an den Nerven.
Darunter gibt es einen zweiten Boden. Ein Fundament, das trägt und Halt gibt. Eine tiefere Ebene, in der ich mich festmachen darf.

Wie hast du das nur entdeckt, guter Paulus? Geduld ist wie ein zweiter Boden. Ein Fundament unten drunter*. Damit ich getragen bin, selbst wenn es mir die Füße wegzieht.

Wenn ich dich richtig verstehe, schlägst du vor, mich nicht am Problem abzukämpfen, sondern mich in der Tiefe zu verwurzeln. Dort finde ich Stand. Und wo Stand ist, zieht Hoffnung ein.

 

*hypomonḗ, griechisch für Geduld.
Wörtlich übersetzt: hypo: unter, menō: bleiben; „darunter bleiben“.

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	Dr. Michael Kleinert
Dr. Michael Kleinert Domvikar, Fachbereichsleiter Geistliches Leben - Geistliche Begleitung und Exerzitien