Gottes Kraft geht alle Wege mit – der Weg vom Palmsonntag nach Ostern

In der Fastenzeit bietet die Behindertenpastoral Gedanken in Leichter Sprache an. Die Texte von Alfred Grimm, Diözesanverantwortlicher der Behindertenpastoral, sind direkt an Menschen mit einem Handicap gerichtet. Der Beitrag wird zu jedem Sonntag als Text und im Audio-Format angeboten.

Ich habe ein Osternest gebaut. Betrachten Sie es genau! Es ist anders als bekannte Osternester. Das Osternest zeigt den Weg vom Palmsonntag bis Ostern. Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostern. Vorne sehen wir Palmkätzchen. Christen gehen mit Palmkätzchen einen Weg bis zur Kirche. Sie singen: Hochgelobt sei der da kommt. Hochgelobt ist Jesus. Er ist der König. Vor vielen Jahren setzte sich Jesus auf einen Esel. Er ritt in die Stadt Jerusalem. Die Menschen nahmen grüne Zweige und jubelten: Unser König kommt. Jesus feiert mit seinen Jüngern in der Stadt Jerusalem das Fest der Befreiung, das letzte Abendmahl. In Brot und Wein will er immer bei seinen Freunden sein. Am Tisch liegen aber auch hartgekochte Eier. Eines ist in unserem Osternest. Dieses harte Ei erzählt: Das Volk Gottes war gefangen in Ägypten. Es war ein schlimmes Leben. Schwere Arbeit, geschlagen mit Peitschen. Aber Gott hat die Schale durchbrochen und sein Volk in die Freiheit geführt.

Der Jubel dauert nicht lange. Jesus geht mit seinen Freunden zum Ölberg und betet. Da kommen die Soldaten und nehmen ihn gefangen. Einer seiner Freunde hat ihn verraten. Ein Hahn ist im Osternest. Petrus ist ein Freund von Jesus. Er war feige. Er sagte: Den Jesus kenne ich nicht. Er hatte Angst und hat gelogen. Ein Hahn kräht. Ein Hahn kräht für alle, die feige sind und sich nicht zu Jesus bekennen. Auf den Kirchtürmen ist manchmal ein Hahn. Er sagt uns: Sei nicht feige! Sei mit Jesus befreundet. Stehe zu der Freundschaft mit Jesus.

Dann finden wir im Osternest ein Kreuz. Jesus ist verurteilt worden. Er wurde an ein Kreuz genagelt. Er ist gestorben. Er wurde in ein Grab gelegt. Damals waren Gräber eine Höhle. Tote wurden mit Öl gesalbt. Das Öl duftete. Dann wurden sie in Tüchern eingewickelt und in eine Höhle gelegt.

Eine Freundin von Jesus hatte den Namen Maria Magdalena. Sie schaute nach dem Grab. Das Grab war leer. Engel sagten: Jesus ist auferstanden. Im Osternest blühen gelbe Blumen. Eine hohe Lilie sagt: Meine Knospe ist aufgegangen. Ich blühe zum Himmel. Das Grab ist aufgegangen. Jesus lebt. Er geht in den Himmel.

Eine Kerze leuchtet im Osternest. Sie erinnert an das Osterfeuer und die Osterkerze. Im Grab ist nicht der dunkle Tod. Im Grab ist Licht von Gott. Er hat seinen Sohn auferweckt. Schauen wir das Kreuz genau an! In der Mitte ist eine Quelle. Nach außen laufen Wellen. Das erinnert an die Taufe. Bei unserer Taufe sind wir Kinder Gottes geworden. Wir dürfen mit Jesus auferstehen. Wir brauchen keine Angst mehr haben. Jesus ist aus dem Grab erstanden. Seine Freunde haben ihn gesehen! Halleluja! Gottes Kraft geht alle Wege mit und führt uns zum Leben.