Eichstätt (pde) – Weihnachten erzählt von einem Gott, der klein wird, um den Menschen nahe zu sein. Diese Botschaft stellte Diözesanadministrator Dompropst Alfred Rottler in den Mittelpunkt der Christmette an Heiligabend im Eichstätter Dom. „Gottes Größe zeigt sich im Kleinsein“, sagte Rottler. An Weihnachten werde deutlich, „dass Gott es nicht nötig hat, sich seine Größe und Allmacht herauszuhängen“, sondern als schutzloses Kind in Bethlehem zur Welt komme – fernab von Macht und Glanz.
In seiner Predigt betonte Rottler, dass Gott im Kind von Bethlehem den Menschen ganz nahe komme. Er zitierte den verstorbenen Papst Benedikt XVI., der die Menschwerdung Gottes als Ausdruck einer wehrlosen Liebe beschrieb: „Gott kommt ohne Waffen, weil er nicht von außen erobern, sondern von innen gewinnen, von innen her umwandeln will.“ Dadurch stehe Gott dem Menschen auf Augenhöhe gegenüber – ansprechbar, vertraut, nahe.