Hirschberg/Eichstätt. (pde) – Im Zeichen des Abschieds und des Dankes stand der Abend des ersten Sitzungstages (18. September) bei der konstituierenden Vollversammlung des Eichstätter Diözesanrats: Gleich mehrere Frauen und Männer erhielten für ihren außergewöhnlichen Einsatz in der Rätearbeit ein Ehrenzeichen mit Urkunde. Die Einführung einer solchen Auszeichnung hatte der Diözesanrat erst in diesem Jahr auf seiner Frühjahrsvollversammlung beschlossen. Applaus gab es auch für Richard Ulrich, den Vorgänger von Geschäftsführerin Stephanie Bernreuther. Der Pastoralreferent koordinierte 23 Jahre lang hauptamtlich die Arbeit des höchsten Laiengremiums im Bistum. Für dessen langjährigen Vorsitzenden Christian Gärtner ging ebenfalls ein wichtiges Kapitel zu Ende: Nach 20 Jahren als Vorsitzender kandidierte er nicht mehr für dieses Amt. Mittlerweile ist er Vorsitzender des Landeskomitees der Katholiken in Bayern und Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). In diese beiden Gremien wurde er für die neue Amtsperiode auch als Vertreter des Eichstätter Diözesanrats gewählt und arbeitet damit weiterhin auch im Diözesanvorstand mit.
Von Dekanatswallfahrten bis zur Erwachsenenbildung
„Wir möchten die Verantwortung in jüngere Hände legen“, so begründeten Gerda Bauernfeind und Anton Lang ihren Entschluss, nach Jahrzehnten aus dem Diözesanrat auszuscheiden. Lang war zuletzt stellvertretender Vorsitzender. Er vertrat das Bistum auch im ZdK und im Landeskomitee der Katholiken. Bauernfeind gehörte jahrelang dem Vorstand des Diözesanrats an und nahm oft als Delegierte in Vertretung an Treffen des Landeskomitees teil. Beide blicken auch auf lange Mitarbeit in ihren jeweiligen Pfarrgemeinde- und Dekanatsräten zurück und erhielten nun das Goldene Ehrenzeichen. Verliehen wird es laut Statuten für „überdurchschnittliches Engagement auf mindestens zwei Räteebenen oder überdurchschnittliches Engagement auf der Diözesanebene“.
Zu den mit Gold Geehrten gehörten auf dem Hirschberg auch Albert Meier, Josef Bayerl und Robert Bogner. Meier sei insbesondere die jährliche Sternwallfahrt des Dekanats Eichstätt ein besonderes Anliegen gewesen, hieß es in der Laudatio. Bayerl gehörte 36 Jahre lang dem Pfarrgemeinderat Traunfeld an, davon 32 Jahre als Vorsitzender. Ebenso lang vertrat er seine Pfarrei im Dekanatsrat. Vier Jahre lang engagierte er sich im Diözesanrat. Bogner war mehr als 15 Jahre im Vorstand des Dekanatsrats Neumarkt aktiv und Delegierter in den Diözesanrat. Darüber hinaus engagierte er sich im Verwaltungsrat der katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Neumarkt-Roth-Schwabach.
Voraussetzung für die Verleihung des Ehrenzeichens in Silber ist mindestens eine Amtszeit in einem Laienrat und überdurchschnittliches Engagement auf einer Räteebene. Diese Voraussetzungen erfüllt Nikolaus Schmidt, der die Auszeichnung auf dem Hirschberg erhielt. Der heutige Ehrenpräsident der DJK vertrat den kirchlichen Sportverband viele Jahre im Diözesanrat, wo er sich im Sachausschuss Arbeit-Wirtschaft-Umwelt ebenso engagierte wie im Vorstand. Vier Jahre lang war er stellvertretender Diözesanratsvorsitzender.
„So viele ganz engagierte Menschen“
Mit der jetzt begonnenen Amtsperiode verabschiedeten sich auch Florian Siegmund (Jugendvertreter) und Prof. Dr. Irmgard Scheitler-Schmidt aus dem Vorstand des Diözesanrats. Scheitler-Schmidt vertritt aber weiterhin als Delegierte den Verband Pax Christi. Dank galt ferner den ausgeschiedenen Mitgliedern Bernhard Grünbeck und Hubert Riepl.
Im Diözesanrat „auf so viele ganz engagierte Menschen zu treffen“, sei eine sehr schöne Erfahrung gewesen, stellte der scheidende Geschäftsführer Richard Ulrich fest. Es mache Spaß, diese Leute zu stärken „und man bekommt von ihnen so viel für die eigene Motivation“. Besonders freue er sich, dass mit seiner Nachfolgerin „eine gute Weiterentwicklung möglich ist“.