Den Gürtel enger schnallen, vielleicht sogar Heilfasten. Zumindest aber weniger Alkohol und Süßes. Das nehmen sich viele Leute für die Zeit zwischen Fasching und Ostern vor. Zugleich werden es immer mehr, die beim Begriff „Fasten“ nicht allein an sparsame Nahrungsaufnahme denken. Sie begreifen die Fastenzeit als eine Anregung zum generellen Maßhalten, zu nachhaltigem Handeln. Was damit alles gemeint sein kann, bringt das „Klimafasten“ auf den Punkt. An der ökumenischen Aktion beteiligen sich neben dem Bistum Eichstätt 25 Organisationen aus der katholischen und evangelischen Kirche sowie Verbände und Initiativen aus ganz Deutschland. Unter dem Motto „So viel du brauchst“ gibt das Aktionsbündnis Anregungen, wie ein Alltag so gestaltet werden kann, dass er sowohl dem Klima als auch einer gerechten Welt zugutekommt. „Klimafasten lädt dazu ein, bewusst wahrzunehmen, was im Leben wesentlich ist“, meint Lisa Amon, Nachhaltigkeitsreferentin der Diözese Eichstätt.
„An Gütern haben wir zu viel“
Jeweils ein Thema steht in den sieben Fastenwochen im Fokus. Unter anderem regt die kleine Broschüre an, Konsum-Ballast abzuwerfen, sich von selbstgemachtem Freizeitstress zu verabschieden: „Die Zeit reicht oft gar nicht, all die Güter, all die Freizeitangebote zu nutzen, die wir uns leisten können“, heißt es. „Zeit für Gemeinschaft, fürs Ehrenamt, fürs gute Leben wird knapp, an Gütern haben wir zu viel“. Spontan fallen einem Beispiele dazu ein: Die vielen Stunden etwa, die beim Internet-Shoppen auf Billigmode-Portalen vergeudet werden oder bei der Jagd nach Kleidungsstücken in der neuesten Trendfarbe, obwohl man ganz ähnliche Sachen bereits im Schrank hängen hat.