Diözese rechnet mit leichtem Überschuss im Jahr 2026

Trotz sinkender Kirchensteuereinnahmen kann die Diözese Eichstätt auch im Jahr 2026 weiter verlässlich in Seelsorge, Bildung und soziale Angebote investieren. Der Haushaltsplan weist einen leichten Überschuss auf.
Der Wirtschaftsplan 2026 der Diözese steht auf solider Basis.

Eichstätt. (pde) – Das Bistum Eichstätt rechnet im laufenden Jahr mit einem Plus von 721.500 Euro. Damit bleibt die finanzielle Lage trotz rückläufiger Kirchensteuereinnahmen und steigender Personalkosten stabil. „Trotz spürbarer finanzieller Herausforderungen zeigt der Haushaltsplan, dass wir weiterhin verantwortungsvoll wirtschaften und klare Prioritäten setzen“, sagt Amtschef Thomas Schäfers.

Die Gesamterträge werden mit 180,4 Millionen Euro veranschlagt – 2025 waren es 183 Millionen Euro. Die Diözese rechnet in diesem Jahr mit Kirchensteuereinnahmen in Höhe von 104,2 Millionen Euro (im Vorjahr standen 106,4 Millionen Euro auf dem Plan). Die Kirchensteuer macht mehr als die Hälfte (57,7 Prozent) der Gesamterträge aus.

Den zweitgrößten Ertragsposten bilden Zuschüsse mit insgesamt 37,4 Millionen Euro (2025: 35,6 Millionen). Der Anstieg ist hier auf eine bessere Schulfinanzierung und steigende Schülerzahlen zurückzuführen. Diese Gelder, die das Bistum von der öffentlichen Hand erhält, sind hauptsächlich für Betriebs- und Personalkosten der diözesanen Schulen bestimmt und dienen damit der Refinanzierung entsprechender Posten auf der Aufwandsseite.

Bei den Umsatzerlösen rechnet die Diözese mit Einnahmen von 27,2 Millionen Euro (im Wirtschaftsplan 2025 waren es 26,9 Millionen). Die Erlöse stammen hauptsächlich aus Betrieben gewerblicher Art sowie aus Dienstleistungen, die die IT-Abteilung der Diözese für andere Bistümer erbringt.

Pastoral und kirchliches Leben

Den Erträgen stehen Gesamtaufwendungen von 179,7 Millionen Euro gegenüber. Sie liegen damit unter dem Vorjahresniveau (183 Millionen Euro). Mehr als die Hälfte der Aufwendungen ist für Personal bestimmt: 99,9 Millionen Euro, davon 47,4 Prozent für den Bereich „Pastoral und kirchliches Leben“. Damit finanziert die Diözese hauptsächlich die Seelsorge in den Pfarrverbänden und Pfarreien. „Unser Auftrag bleibt klar: Wir investieren bewusst in die Seelsorge und ermöglichen, dass die Kirche für die Menschen vor Ort erfahrbar bleibt“, betont Diözesanadministrator Dompropst Alfred Rottler.

In diesem Bereich sind unter anderem Aufwendungen mit den Schwerpunkten „Jugend“ (1,7 Millionen Euro), „Erwachsene und Familien“ – unter anderem für Ehe- und Familienberatung, Kinderpastoral, landwirtschaftliche Familienberatung und Erwachsenenverbände – (2,2 Millionen Euro) und „Kategoriale Seelsorge“ wie Klinik- und Telefonseelsorge sowie Behindertenpastoral (1,4 Millionen Euro) geplant.

Im Bereich „Bildung und Soziales“ sind für die Erwachsenen- und Medienbildung 1,2 Millionen Euro vorgesehen. Mit 6,8 Millionen Euro bezuschusst das Bistum unter anderem den diözesanen Caritasverband, den Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF), die Christliche Arbeiterhilfe (CAH) und den Malteser-Hilfsdienst.

Die diözesanen Schulen erhalten 31,6 Millionen Euro zur Deckung der laufenden Sach- und Personalkosten. Außerdem sind Investitionen in Lizenzen, Gebäude und Geschäftsausstattung (1,2 Millionen Euro) zu tätigen. Dem gegenüber stehen Einnahmen in Höhe von 27,7 Millionen Euro in Form von Zuschüssen überwiegend aus staatlichen beziehungsweise öffentlichen Mitteln. Darüber hinaus wendet die Diözese Mittel aus Kirchensteuereinnahmen für die fünf eigenen Schulen auf. Sachaufwendungen fallen unter anderem an im Bereich der Instandhaltung (412.000 Euro), Wartung (206.000), für die „Tage der Orientierung“ (124.000), den Fachbereich „Religionsunterricht und Religionspädagogisches Seminar“ (754.000) sowie Aufwendungen für Hochschulen und Hochschulpastoral (259.000 Euro).

Rund 9 Millionen Euro sind als Zuschuss für die Kirchenstiftungen geplant – den größten Teil davon im Rahmen der Pfarreienfinanzierung. Außerdem stellt die Diözese den Pfarreien 3,3 Millionen Euro als Bauzuschüsse zur Verfügung. Die Diözese gewährt Bauzuschüsse nur noch an Pfarrverbände, die ein Pastoral- und Immobilienkonzept vorgelegt haben, das die Plausibilitätsprüfung vollständig bestanden hat.