Diözese Eichstätt trauert um Gemeindereferentin und Religionslehrerin Maria Hauk-Rakos

Feinfühlig und mit großer Liebe zur Literatur prägte Maria Hauk-Rakos viele Menschen. Als Religionslehrerin, Autorin der Reihe „Buch des Monats“ und ehrenamtlich Engagierte begeisterte sie Kinder, Jugendliche und Erwachsene für Bücher und die großen Fragen des Lebens.
Religionslehrerin i.K. Maria Hauk-Rakos auf einer Reise nach Irland.

Eichstätt/Dietfurt an der Altmühl – Die Diözese Eichstätt nimmt Abschied von ihrer Mitarbeiterin Maria Hauk-Rakos, die am 17. Juni im Alter von 60 Jahren nach schwerer Krankheit verstorben ist. Sie war seit dem 1. September 1990 als Gemeindereferentin und Religionslehrerin im kirchlichen Dienst in Dietfurt a. d. Altmühl im Bistum Eichstätt tätig. 

„Die Diözese und die Dienstgemeinschaft des Bischöflichen Ordinariates verlieren mit ihr eine leidenschaftliche Pädagogin und engagierte pastorale Mitarbeiterin. Wir danken Frau Hauk-Rakos für ihr gesamtes Wirken und ihr großartiges Engagement“, schreiben Ordinariatsdirektor Thomas Schäfers, der kommissarische Einsatzreferent Dr. Franz Xaver Großmann und die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung – Sondervertretung Pastorale Dienste, Agnes Meyer, in einem Nachruf.

Autorin der Reihe „Buch des Monats“

Zusätzlich zu ihren Aufgaben als Religionslehrerin an der Dietfurter Mittelschule präsentierte Hauk-Rakos von Dezember 2020 bis Oktober 2025 in Zusammenarbeit mit der Schulabteilung der Diözese Kinder- und Jugendbücher auf der Website des Bistums und in der Kirchenzeitung. Zu jedem „Buch des Monats“ entwickelte sie auch Ideen für den Einsatz der Bücher im Unterricht sowie für Gespräche in der Familie.

Ob als Religionslehrerin, Büchereileiterin oder Autorin – Literatur spielte im Leben von Maria Hauk-Rakos eine zentrale Rolle. Nicht erst als Mutter von zwei Kindern, sondern schon vorher, in der Ausbildung zur Erzieherin, entdeckte sie ihre Liebe zu Bilderbüchern. Anschließend studierte sie Religionspädagogik in Eichstätt und arbeitete seitdem als Religionslehrerin. Sie ist Co-Autorin mehrerer religionspädagogischer Bücher. Hauk-Rakos war auch die prägende Gestalt des Weltgebetstags der Frauen in Dietfurt. Seit vielen Jahren engagierte sie sich in ihrer Freizeit in der Dietfurter Stadtbücherei, die sie seit 2013 leitete. 2018 schloss Hauk-Rakos zudem ein Fernstudium an der Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur der Erzdiözese Wien ab.

In jeder ihrer Rezensionen waren ihre Begeisterung für das Leben und die Literatur, ihre Neugier und ihre Offenheit für Neues zu spüren. Einfühlsam tauchte sie in die Gedankenwelt junger Menschen ein und führte sie behutsam an existenzielle und philosophische Fragen heran, etwa an die Frage nach dem Sinn des Lebens, nach der Seele im Menschen oder auch nach dem Tod. „Der Sinn im Leben ist nicht für jeden derselbe, sondern will ganz persönlich entdeckt werden“, schrieb sie.

Die Rezensionen in der Reihe „Buch des Monats“ sind auch eine Reise in die Gedankenwelt von Maria Hauk-Rakos. Ihr persönliches Lieblingsbuch war nach eigenen Angaben „Krabat“ von Otfried Preußler, eine Geschichte über Liebe, Freundschaft, Mut und Vertrauen. „Das sind Werte, die sich letzten Endes als stärker erweisen als die Macht des Bösen und der Verführung. Sie fordern unsere ganz persönliche Entscheidung zur Menschlichkeit und zur Wahrheit“, schrieb Hauk-Rakos dazu.

Mit dem Buch „Dinge, die vorübergehen“ von Beatrice Alemagna ermutigte sie Kinder und Erwachsene, miteinander über Vergänglichkeit zu sprechen. „Das Kommen und Gehen gehört zum Dasein“, merkte sie dazu an. Für alle, die nun um sie trauern, empfiehlt sich ihre Rezension zum Buch „Ein Ort für meine Traurigkeit“. Als sie das Buch „Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen“ von Steven Herrick vorstellte, gab sie den Lesenden einen Gedanken des dänischen Philosophen Søren Kierkegaard mit auf den Weg, der auch Trauernden Mut machen kann: „Verstehen kann man das Leben oft nur rückwärts, doch leben muss man es vorwärts.“

Die Trauerfeier (Auferstehungsgottesdienst) für Maria Hauk-Rakos wird am Samstag, 27. Juni, um 11 Uhr in der Stadtpfarrkirche in Dietfurt a. d. Altmühl stattfinden.