Diözese Eichstätt beim Blühpakt Bayern – Zeichen für Schöpfungsverantwortung und Artenvielfalt

Ende Oktober hat die Freisinger Bischofskonferenz den Beitritt zur Blühpakt-Allianz des Bayerischen Umweltministeriums unterzeichnet. Damit engagiert sich auch die Diözese Eichstätt noch intensiver für den Erhalt der Artenvielfalt und den Schutz von Lebensräumen für Insekten.
Eine Wiese für Insekten im Park des Jugendtagungshauses Schloss Pfünz. Foto: Anika Taiber-Groh/pde.

München/Eichstätt (pde) – Die Katholische Kirche in Bayern mit ihren sieben (Erz-)Diözesen bekennt sich zur Bewahrung der Schöpfung – und handelt: Ende Oktober unterzeichnete die Freisinger Bischofskonferenz in München den Beitritt zur Blühpakt-Allianz des Bayerischen Umweltministeriums. Auch die Diözese Eichstätt engagiert sich damit noch intensiver für den Erhalt der Artenvielfalt und den Schutz von Lebensräumen für Insekten. Der Blühpakt Bayern ist eine Initiative des Bayerischen Umweltministeriums.

Schöpfungsverantwortung konkret leben

„Als Christinnen und Christen tragen wir Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Der Blühpakt bietet uns die Möglichkeit, dieser Verantwortung ganz konkret gerecht zu werden“, betont der Ständige Vertreter des Diözesanadministrators, Domkapitular Michael Alberter. Die Kirche sehe es als ihre Aufgabe, Lebensräume für Pflanzen, Tiere und Menschen zu schützen und mitzugestalten. Der Beitritt sei ein weiterer Baustein im umfassenden Engagement der Diözese Eichstätt im Bereich Umwelt- und Klimaschutz.

Im Rahmen der Allianz wird die Diözese Eichstätt ihre umfangreichen Flächen nutzen, um aktiv Insektenlebensräume zu schaffen und zu fördern. Dazu zählen Gärten, Friedhöfe sowie Außenflächen von Kirchen, Pfarrheimen und Kindertageseinrichtungen, die künftig insektenfreundlich und naturnah gestaltet werden sollen.

„Unsere Flächen sollen Orte des Lebens werden – für Menschen ebenso wie für Tiere“, sagt Thomas Schäfers, Amtschef des Bischöflichen Ordinariats. „Das Engagement für Biodiversität ist ein sichtbares Zeichen gelebter Schöpfungsverantwortung und ergänzt unsere Klimaoffensive 2035, die nachhaltiges Handeln in allen Bereichen kirchlichen Lebens verankert.“

Bildung und Bewusstseinsbildung

Ein zentrales Anliegen ist zudem die Wissensvermittlung. Die Diözese plant, ökologische Grundlagen in Aus- und Fortbildungen für Haupt- und Ehrenamtliche zu integrieren. Ab 2026 sollen erste Bildungsveranstaltungen, Informationsmaterialien und praktische Maßnahmen umgesetzt werden.

Beispiele sind die insektenfreundliche Umgestaltung von Außenflächen an diözesanen Tagungshäusern, Kindertageseinrichtungen oder Pfarrzentren. Ein Vorbild ist das langjährige Biodiversitätsengagement im Park des Jugendtagungshauses Schloss Pfünz – mit Schafen und Ziegen als natürlichen Rasenpflegern, „wilden Ecken“ und Baumpflanzaktionen, wie zuletzt zum zehnjährigen Jubiläum der Enzyklika Laudato si’. In diesem Schreiben mahnte Papst Franziskus: „Wir sind nicht Herr der Schöpfung, sondern Teil von ihr.“ Diese Haltung prägt das Engagement der Diözese Eichstätt nachhaltig. Der Beitritt zum Blühpakt Bayern versteht sich als Bekenntnis zum Schutz des gemeinsamen Hauses Erde und als Einladung, gemeinsam mit anderen Akteuren, Kommunen und Privatpersonen Verantwortung zu übernehmen. Weitere Informationen unter: www.bluehpakt.bayern.de.