Eichstätt/Abenberg. (pde) – Das Bistum Eichstätt wird den Schulbetrieb der Mädchenrealschule Abenberg nicht über das Schuljahr 2029/30 hinaus fortführen können. Trotz intensiver Bemühungen des Bistums auf allen Ebenen ist eine Verlängerung des bestehenden Mietvertrags über das Schulgebäude mit der Eigentümerin, der Schwesterngemeinschaft Kongregation der Schwestern von der Schmerzhaften Mutter, bis heute nicht gelungen. Nachdem die Schwestern den Mietvertrag bereits vergangenes Jahr gekündigt haben, wurde eine Verlängerung des Mietvertrags in Aussicht gestellt. „Auf diese Option haben wir gesetzt“, versichert Markus Moder, Leiter der Abteilung Schule und Bildung des Bistums. „Doch Anfang März teilte uns die Immobilienverwertungsgesellschaft, die von den Schwestern beauftragt wurde, final mit, dass der Mietvertrag nicht verlängert wird – egal zu welchen Konditionen. Damit fehlt eine zentrale Grundlage für den dauerhaften Fortbestand der Schule“, berichtet Moder. „In der Konsequenz können wir zum neuen Schuljahr keine neuen Schülerinnen mehr aufnehmen. Unser oberstes Ziel bleibt nun, allen derzeitigen Schülerinnen einen erfolgreichen Schulabschluss in Abenberg zu ermöglichen. Wir stehen aber weiter für Gespräche zur Verfügung, um die Zukunft der Schule zu sichern“.
Aktuell besuchen 120 Schülerinnen die Realschule, die von 14 Lehrkräften, sieben Mitarbeitenden im Ganztagsbereich, einer Verwaltungsangestellten sowie vier weiteren Mitarbeitenden in Hausmeister- und Reinigungsdiensten betreut wird. Die Diözese Eichstätt hatte bis zuletzt an den Fortbestand der Schule geglaubt und investiert: Im Herbst 2024 wurden alle Klassenräume im Rahmen des Digitalpakts mit neuen Tafelsystemen ausgestattet, im Dezember eine neue Homepage beauftragt und im Februar 2025 ein neues Schullogo durch einen Wettbewerb unter den Schülerinnen entwickelt. „Wir haben immer an den Standort geglaubt und entsprechend gehandelt“, so Markus Moder. „Dass wir nun vor diesem Ergebnis stehen, schmerzt uns zutiefst“.