Eichstätt. (pde) – Mit der Feier vom Letzten Abendmahl hat im Eichstätter Dom das österliche Triduum beginnen, also die dreitägige Feier von Tod und Auferstehung Jesu Christi. Diözesanadministrator Alfred Rottler stand dem Festgottesdienst am Gründonnerstag vor und setzte mit der Fußwaschung ein sichtbares Zeichen für den Dienst am Nächsten: Zehn Frauen und Männern aus Pfarrgemeinderäten des gesamten Bistums wusch er symbolisch die Füße.
In seiner Predigt stellte Rottler die Fußwaschung als bleibendes Zeichen für die Kirche heraus. „In der Kirche gilt das Gesetz des Dienens“, betonte er und machte deutlich, dass christliches Leben und kirchliche Verantwortung vom Dienst am Nächsten geprägt sein müssen.
Zugleich erinnerte der Diözesanadministrator an die Einsetzung der Eucharistie, in der Christus sich den Gläubigen schenkt und seine Liebe bis zur Hingabe am Kreuz sichtbar wird.
Die musikalische Gestaltung übernahm der Eichstätter Domchor mit Werken unter anderem von Giovanni Pierluigi da Palestrina („Missa Lauda Sion“), Camille Saint-Saëns („Ave verum“) und Ola Gjeilo („Ubi caritas“). An der Orgel spielte Domorganist Martin Bernreuther, die Leitung hatte Domkantorin Deborah Faul.
Mit dem Gründonnerstag begann im Dom die intensive Feier der Kar- und Ostertage, in denen Christen weltweit des Leidens, Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi gedenken.