„Arbeiten, wo Glaube lebendig wird“: Bistum auf der Berufsmesse „vocatium“

Bei der „vocatium“ in Ingolstadt stellte die Diözese Eichstätt ihre vielfältigen Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten vor und zeigte, dass Kirche weit mehr sein kann als ein klassischer Arbeitgeber.
Von links nach rechts: Kim Hegenberger und (hinten) Dominik Schlamp, Simone Hoffmann, Udo Jung, Sebastian Braun und Andreas Weiß am Bistumsstand auf der „vocatium“ Ingolstadt.

Eichstätt/Ingolstadt – Junge Menschen, die sich Gedanken über ihre berufliche Zukunft machen, treffen auf potenzielle Arbeitgeber: Das ist das Konzept der Berufsmesse „vocatium“ für Ausbildung und Studium. In der Ingolstädter Saturn-Arena präsentierte sich neben bundesweit bekannten und lokalen Firmen sowie Hochschulen erstmals auch die Diözese Eichstätt.

Man wolle bei den Schulabgängerinnen und -abgängern aus der Region 10 präsent sein, die sich überlegen, wohin ihre berufliche Reise gehen kann, erklärte Simone Hoffmann. Die Referentin für Personalentwicklung führte an beiden Tagen der Berufsmesse viele Gespräche am Stand des Bistums. Ziel war es, zu zeigen, „dass Kirche ein Ort sein kann, an dem man sich engagieren und seine Talente entfalten kann“ – sei es in der Verwaltung, in einem pastoralen Beruf oder auch in der IT.

Von Diakon bis Informatikerin

Mit Hoffmann waren Ansprechpersonen aus den unterschiedlichen Berufsfeldern des Bistums vor Ort. Rede und Antwort standen zum Beispiel Kim Hegenberger und Dominik Schlamp von der Jugend- und Ausbildungsvertretung (JAV) sowie Martina Mayer und Melanie Altrichter von der Abteilung Schule und Bildung. Für Hegenberger bietet die Messe eine gute Gelegenheit, eine bessere Verbindung zu jungen Menschen aufzubauen, die vor der Berufswahl stehen. Sie berichtete aus ihrer eigenen Erfahrung als Auszubildende im Bischöflichen Ordinariat, die in eine Festanstellung mündete.

Das Bistum warb aber nicht nur für Ausbildungsberufe wie Kaufleute für Büromanagement oder Fachkräfte für den IT-Bereich, sondern auch gezielt für pastorale Berufe. So vertrat Udo Jung das Berufsbild des Ständigen Diakons. Ihm begegneten oft Unwissen, aber auch aufrichtiges Interesse. Viele Schülerinnen und Schüler seien überrascht gewesen von der beruflichen Vielfalt, die die Kirche biete – insbesondere davon, dass ein Ständiger Diakon hauptamtlich oder nebenberuflich tätig sein könne. „Auch dass Ständige Diakone verheiratet sein können, war für viele neu“, berichtet Jung.

Neben ihm am Stand war Diözesanjugendpfarrer Sebastian Braun am zweiten Messetag Ansprechpartner für die geistlichen Berufe. Andreas Weiß, Referent für Ausbildungsbegleitung, und Fortbildungsleiter Oswald Meyer informierten über die Berufe der Pastoralreferentinnen und -referenten sowie der Gemeindereferentinnen und -referenten. „Bei den pastoralen Berufen ist schon auch mehr Gespräch notwendig“, sagt Weiß. Denn diese seien nicht so einfach zu erklären wie etwa ein Beruf bei der Polizei oder in großen Handelsketten. „Das ist aber auch gleichzeitig eine Chance, über Herzensanliegen von Menschen ins Gespräch zu kommen und dabei zu spüren, dass Glaube, Hoffnung und Liebe in der Welt dringend notwendig sind. Dass wir mit unseren Themen daran beruflich arbeiten, ist dann für viele überraschend, und es entsteht eine neue persönliche Option, selbst wirksam werden zu können.“

Mehr als Berufsberatung

Auch für Simone Hoffmann, die den farbenfrohen Stand in Zusammenarbeit mit der Stabsstelle Kommunikation gestaltet hat, ging es bei „vocatium“ um mehr als reine Berufsberatung. „Oft kamen wir mit den jungen Menschen einfach ins Gespräch über unsere Grundwerte Glaube, Hoffnung, Liebe. Das ist es, was wir in die Welt bringen wollen. Ich glaube, das ist noch einmal ein zusätzlicher Aspekt, mit dem wir in Kontakt mit jungen Menschen treten – für die Botschaft und dafür, dass es auch Spaß machen kann, sich dafür einzusetzen.“

Das Stand-Team habe auf der Berufsmesse zeigen können: „Wer bei uns arbeitet, wird Teil einer bunten Gemeinschaft mit verschiedenen Berufen, Berufungen und Persönlichkeiten. Sie oder er erlebt Kirche als Raum, in dem wir uns im Glauben stärken, miteinander wachsen und die Welt christlich mitgestalten können.“

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