Die Andacht wurde gemeinsam mit zwei Gästen aus Argentinien gestaltet: dem Diakon Gerardo Espinola und seiner Frau Norma Furst. Seit mehreren Wochen sind sie in unserer Pfarrei zu Gast und begleiten das pfarrliche Leben in unserer Gemeinde. Gleichzeitig erhalten sie Einblicke in unsere Glaubens- und Gemeindepraxis.
Wenn wir hier in Bayern unseren Glauben leben, geschieht dies in unserer Tradition, in unserer Kultur und in barocken oder auch modernen Kirchen aus Stein. Doch wir sind mit unserem Glauben nicht allein. Zur gleichen Zeit feiern viele tausend Kilometer von hier entfernt, auf der anderen Seite der Erde, Menschen in Argentinien denselben Glauben. An diesem Abend wollten wir diese Brücke bewusst sichtbar machen.
Trotz unterschiedlicher Kulturen, trotz der großen wirtschaftlichen Herausforderungen in Argentinien und trotz der gegensätzlichen Jahreszeiten – dort ist jetzt Winter, während wir den Sommer erleben – sind wir als Christinnen und Christen gemeinsam auf dem Weg.
In der Andacht wurde bewusst auf die unterschiedlichen Lebensweisen und Traditionen hingewiesen. Gleichzeitig wurde deutlich: Der Glaube verbindet Menschen über Ländergrenzen hinweg und schlägt Brücken zwischen verschiedenen Welten.
Zum Abschluss beteten alle gemeinsam das Gebet, das Jesus selbst gelehrt hat – ein Gebet, das in unzähligen Ländern und Sprachen der Welt gesprochen wird. Als Zeichen der Verbundenheit wurde das Vaterunser zweisprachig gebetet: auf Spanisch und auf Deutsch.
Im Anschluss gab es noch ein gemeinsames Beisammensein bei Broten und Getränken.