Eichstätt – Am Festtag Allerseelen am Sonntag, 2. November, bitten die deutschen Bischöfe gemeinsam mit Renovabis um eine Spende zugunsten der Priesterausbildung in Osteuropa. „In diesem Jahr fällt Allerseelen auf einen Sonntag – eine gute Gelegenheit, im Gottesdienst die Verbundenheit mit den Kirchen im Osten Europas zum Ausdruck zu bringen“, erklärt Renovabis-Geschäftsführer Pfarrer Thomas Schwartz. Dafür stellt das Osteuropa-Hilfswerk Seelsorgerinnen und Seelsorgern in Deutschland Predigtskizzen und Bausteine für die Gottesdienstgestaltung zur Verfügung. Sie stammen in diesem Jahr von dem Ingolstädter Pfarrer Matthias Blaha.
Die Kollekte kommt jenen zugute, die in herausfordernden Zeiten geistlichen und menschlichen Beistand leisten. „Gerade in den Ländern Osteuropas, wo der Kommunismus über Jahrzehnte hinweg gewachsene kirchliche Strukturen zerstört hat, ist dies eine besonders große Aufgabe für die Geistlichen.“, so Schwartz. Einer von ihnen ist der Priester Mykhaylo Plotsidem aus Lwiw (Lemberg) in der Ukraine. Als Subregens des Priesterseminars bildet er über 180 junge Männer für den seelsorglichen Dienst aus. Doch das Leben außerhalb des Seminars ist gekennzeichnet von gewaltigen Herausforderungen. Seit dem Überfall der russischen Armee fahren die Geistlichen regelmäßig Dörfer ab, die 30 bis 40 Kilometer auseinanderliegen. Dort halten sie Gottesdienste ab, bieten psychologische Unterstützung an und versorgen die Menschen mit allem Lebensnotwendigen. Die Arbeit ist längst zu einer existenziellen Aufgabe geworden – und das bei stetig steigenden Preisen und finanzieller Unsicherheit.
Damit Plotsidem und seine Mitbrüder ihrer Aufgabe weiter nachkommen können, unterstützt Renovabis sie mit Existenzhilfen und Zuschüssen aus den Kollektenmitteln. „Die Allerseelenkollekte ist daher mehr als eine Spende“, betont Pfarrer Schwartz, „sie ist ein Zeichen der Solidarität mit den Kirchen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, die inmitten großer Herausforderungen Hoffnung schenken.“
Gottesdienstvorschlag von Pfarrer Matthias Blaha
In seinem Beispiel für eine Gräbersegnung lädt Matthias Blaha, Pfarrer der Ingolstädter Gemeinden St. Anton und Herz Jesu, zu einem besonderen Gottesdienst ein, der Gebet, Gräbersegnung und musikalische Begleitung verbindet. Anhand des Films „Der Brandner Kaspar und das Ewig‘ Leben“ und des Evangeliums nach Lukas wird die Auferstehung und das Paradies als ein Leben „ohne Beispiel auf dieser Welt“ lebendig. Die Feier schließt Fürbitten, die Kollekte zugunsten der Priesterausbildung in Osteuropa sowie Segensstationen auf dem Friedhof ein und bietet Trost, Zuversicht und die Möglichkeit, in Verbundenheit mit den Verstorbenen innezuhalten. Weitere Informationen unter: https://www.renovabis.de/mitmachen/material-fuer-den-gottesdienst/allerseelenkollekte-2025