Eichstätt/Schwabach/Ingolstadt – Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) Roth-Schwabach und die KEB Ingolstadt feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Es sind die zwei jüngsten von sechs regionalen Bildungswerken, die Anfang der 1970er-Jahre gegründet wurden. Die Geschichte der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum Eichstätt reicht aber noch weiter zurück – bis zur Diözesansynode 1952. Sie hat sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert und sich in der Bildungslandschaft als Brücke zwischen Kirche und Gesellschaft etabliert.
Die KEB Roth-Schwabach wurde am 12. November 1974 im Hofmeierhaus in Hilpoltstein gegründet. Der heute 84-jährige Albert Rösch gehörte zu den Gründungmitgliedern und ist der Einrichtung bis heute verbunden – seit fast 50 Jahren ist er Mitglied im Verwaltungsrat. Die Gründung war nicht einfach, erinnert er sich. Das hatte zum einem mit der kommunalen Gebietsreform 1972 zu tun, die eine völlig neue Struktur in der Region Schwabach-Roth-Hilpoltstein hervorbrachte. Außerdem gab es auf dem Gebiet des alten Landkreises Hilpoltstein ein gut funktionierendes Volksbildungswerk. Mehrere Pfarreien befürchteten, dass eine Neugründung in die bestehende Bildungsstruktur eingreifen würde. Hinzu kamen laut Rösch Unmut in den Pfarreien wegen der Dekanatsreform 1974 und Schwierigkeiten, den Vorstand und die Geschäftsführung der neuen KEB ehrenamtlich zu besetzen.