PV Buxheim-Eitensheim

150 Jahre Krieger- und Soldatenverein Eitensheim: Zeichen für Frieden und Erinnerung

Mit einem festlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Andreas hat der Krieger- und Soldatenverein Eitensheim sein 150-jähriges Bestehen gefeiert. Im Mittelpunkt standen das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt, die Verantwortung für Frieden und Versöhnung sowie die Segnung der restaurierten Vereinsfahne. Die Feier machte deutlich, dass Erinnerung nicht nur der Vergangenheit gilt, sondern zugleich Auftrag für Gegenwart und Zukunft ist.

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Andreas, zelebriert von Pfarrer Simon Heindl, beging der Krieger- und Soldatenverein Eitensheim sein 150-jähriges Bestehen. Zahlreiche Vereinsmitglieder, Fahnenabordnungen befreundeter Vereine sowie Vertreter des öffentlichen Lebens versammelten sich, um gemeinsam auf eine lange Geschichte zurückzublicken, der Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken und für Frieden in der Welt zu beten. Der Kirchenchor Eitensheim gestaltete den Jubiläumsgottesdienst musikalisch mit und trug damit wesentlich zur feierlichen und würdigen Atmosphäre der Feier bei.

In seiner Predigt stellte Pfarrer Simon Heindl die Verantwortung jedes Einzelnen für Frieden und Zusammenhalt in den Mittelpunkt. Ausgehend von den Erfahrungen der Kriege erinnerte er daran, dass Erinnerung mehr sein müsse als ein Rückblick auf vergangene Ereignisse. Wer der Opfer von Krieg und Gewalt gedenke, übernehme zugleich Verantwortung für Gegenwart und Zukunft. Die Bewahrung der Erinnerung solle dazu beitragen, die Schrecken des Krieges nicht zu vergessen und sich aktiv für Frieden und Freiheit einzusetzen. 

Dabei griff der Pfarrer die Worte Jesu aus der Bergpredigt auf: „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ Frieden, so betonte er, entstehe nicht von selbst, sondern brauche Menschen, die Verantwortung übernehmen, füreinander einstehen und sich gegen Gleichgültigkeit stellen. Gerade darin liege auch heute der Auftrag jedes Christen. 

Ein besonderer Höhepunkt des Gottesdienstes war die Segnung der restaurierten Vereinsfahne aus dem Jahr 1984. Die Fahne mit ihrem Wahlspruch „Mit Gott für Frieden, Freiheit und unsere Heimat“ erinnert an die Werte, für die der Verein seit Generationen eintritt, und steht zugleich für die Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. 

Den würdigen Abschluss der Feier bildete das Trompetensolo „Ich hatt’ einen Kameraden“, vorgetragen von Herbert Hammerer. Im Anschluss zogen die Teilnehmer zum Kriegerdenkmal, um der verstorbenen Vereinsmitglieder sowie aller Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken. So wurde das 150-jährige Jubiläum zu einem eindrucksvollen Zeichen dafür, dass christliches Gedenken immer auch mit dem Auftrag verbunden ist, sich für Frieden, Versöhnung und den Zusammenhalt der Gesellschaft einzusetzen.

 

Text & Bilder: Rosmarie Obermeier