Der katholische Theologe und Philosoph Benedikt Paul Göcke ist davon überzeugt, dass sich trotz gegenteiliger Behauptungen die Existenz Gottes argumentativ beweisen lässt. Er hat dazu einen spannenden Essay geschrieben, über den er beim „Theologischen Salon am Nachmittag“ am 10. Juni mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Diözesen sprechen wird.
Die Schriftstellerin Tanja Kinkel verknüpft biblische Motive mit der Klimakrise und plädiert für mehr Verantwortung im Alltag. Sie kritisiert politische Versäumnisse und betont zugleich die Bedeutung gemeinschaftlichen Handelns. Im Interview spricht sie über ihr Buch „Wir sind alle Noah“, aus dem sie am 18. Mai in der Pfarrkirche St. Veit in Pleinfeld liest.
Islam und Christentum teilen zentrale Werte, unterscheiden sich jedoch im Kern ihres Glaubens. Vorurteile und Verkürzungen verzerren oft das Bild. Der Islamwissenschaftler Nevfel Cumart ist überzeugt: Gerade in Krisenzeiten können Religionen Orientierung geben und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen, sagt er im Interview.
Jeden Tag werden weltweit Menschen Opfer von Krieg und Gewalt. Für Überlebende und Hinterbliebene bricht damit oft eine Welt zusammen. Wie können Menschen, denen Schlimmes angetan wurde, ihren Tätern vergeben oder sie sogar lieben? Eine Suche nach Antworten.
Mit dem Frühling beginnt die Gartensaison. Wer noch Ideen sucht, kann sich bei der Pflanzenwahl auch von der Heiligen Schrift inspirieren lassen und so biblische Geschichten neu zum Leben erwecken. Ein Buch und ein „Bibelgarten“ geben hierzu Anregungen.
Der größte Sonntagsgottesdienst Bayerns findet nicht in einer Kirche, sondern im Radio statt. Rund eine Million Menschen hören die Morgenfeier der katholischen und evangelischen Kirchen auf Bayern 1. Was ist das Erfolgsgeheimnis der Sendung?
Zwischen Glauben und Identität Brücken bauen: Das macht für Pastoralreferent Andreas Ihm queersensible Seelsorge aus. Dabei geht es um Begleitung, Spannungen und die Frage, wie Kirche mehr sein kann als nur tolerant: ein echter Ort der Zugehörigkeit für queere Menschen.
Zwischen Ideal und Wirklichkeit: Die klassische Sicht auf Liebe, Ehe und Scheitern stellt der Moraltheologe Daniel Bogner radikal infrage. Warum Beziehungen nicht „scheitern“ können und wie ein neues Ethos der Liebe aussehen könnte, erklärt er im Interview.
Künstliche Intelligenz erobert zunehmend das öffentliche Bewusstsein und unseren Alltag. Technik erleichtert im besten Fall unser Leben, verändert aber auch uns selbst. Ein Theologe und ein Physiker zeigen, wie der Fortschrittsgedanke unser Weltbild und unseren Glauben beeinflusst.
Was tun mit Kirchengebäuden, die bei sinkenden Mitgliederzahlen nicht ausgelastet sind oder gar nicht mehr benötigt werden? In Rednitzhembach zieht eine Bücherei in die Kirche, in Berching steht das Pfarrheim zum Verkauf. Auch andere Pfarreien machen sich Gedanken.
Kitas Franken,
PV Rednitzhembach-Schwanstetten-Wendelstein ("brücken-schlag"),
PV Berching
Wie lässt sich Glück messen und was macht ein erfülltes Leben wirklich aus? Glücksforscher Karlheinz Ruckriegel erklärt, warum soziale Beziehungen, Vertrauen, Demokratie und eine klare innere Haltung entscheidend sind. Auch Religiosität kann zur Lebenszufriedenheit beitragen.
Keine andere Religion stellt die Liebe so stark in ihren Mittelpunkt wie das Christentum. Für den nicht-religiösen Schriftsteller Daniel Schreiber kann die Gesellschaft ohne sie nicht bestehen. Er fordert eine „Politik der Liebe“, eine inspirierende Idee mit Blick auf die Kommunalwahlen in Bayern.
„Eine geschlechterfaire Gottesrede sorgt nicht automatisch für mehr Geschlechtergerechtigkeit“, sagt die Theologin Annette Jantzen. Sie schreibt Gebetstexte und Bibel-Auslegungen für Gottesdienste und veröffentlicht sie in ihrem Blog „Gotteswort, weiblich“. Darüber spricht sie im Interview und am 20. Februar in Thalmässing.
Was bedeutet das alte Bildverbot der Bibel in Zeiten von DeepFakes und KI-Bildfluten? Ein Priester und ein Profi-Fotograf sprechen über die Macht der Fotografie und die Herausforderung, das Wahre im Überfluss der Bilder zu erkennen.
Darf ein gläubiger Mensch reich sein, ohne sich schuldig zu fühlen? Pater Ralph Heiligtag vom Vor-Oratorium St. Josef Ingolstadt erklärt im Interview, wie Wohlstand, Verantwortung und Großzügigkeit zusammenhängen.
Wie kommt die Kirche wieder ins Gespräch mit Gläubigen, die sich von ihr entfremdet haben? Im Bistum Eichstätt gibt es neben etablierten Angeboten auch Initiativen, die neue Zugänge eröffnen sowie Räume für Dialog und gemeinsame Suche schaffen.
Der Vatikan warnte vor einem Jahr vor Ungerechtigkeit, Machtkonzentration und der Ausbeutung von Menschen bei der Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz. Ein neues Buch zeigt die Folgen des digitalen Kolonialismus sowie Ansätze für eine gerechtere Digitalisierung auf.
Mit dem Stern von Bethlehem sind die Sternsingerinnen und Sternsinger wieder im Bistum unterwegs. Sie führen eine Glaubenstradition fort, die den Blick auf Notleidende und zum Himmel richtet. Raoul Schrott zeigt in seinem „Atlas der Sternenhimmel und Schöpfungsmythen der Menschheit“, dass Sterne den Menschen einst nicht nur Orientierung gaben, sondern ihren Glauben und ihr Weltbild prägten.
Zum Jahreswechsel richtet sich der Blick zugleich zurück und nach vorn: auf einen Rückblick über gelebte Lebenszeit und einen Ausblick auf das Kommende. Wie lässt sich Zeit in einer beschleunigten Gegenwart bewusst erfahren? Ein neues Buch fordert zu einem Perspektivwechsel heraus, indem es den endlichen Moment in Beziehung zur Ewigkeit setzt.
Was erzählt die Weihnachtsgeschichte über Schwangerschaft, Geburt und die Menschwerdung Gottes? Drei Theologinnen eröffnen neue Perspektiven auf Maria, das Magnificat und die spirituelle Erfahrung des Werdens einer Mutter – zwischen Hoffnung, Risiko und Verheißung.
Der Theologe Clemens Bittlinger und der Astrophysiker Andreas Burkert öffnen mit Buch und Konzert ein gemeinsames Fenster in die Weiten des Alls und zeigen, wie sich Naturwissenschaft und Glaube konstruktiv begegnen können. Zu Beginn des neuen Jahres treten sie in der Kirche St. Elisabeth in Postbauer-Heng auf.
An Allerseelen (2. November) gedenken Christinnen und Christen der Verstorbenen, beten für ihre Vollendung bei Gott und drücken ihre Hoffnung auf das ewige Leben aus. Diese Hoffnung ist grundlegend für den christlichen Glauben und berührt eine der tiefsten Fragen der Menschheit: „Was bleibt von uns, wenn wir sterben?“ Darüber haben sich Philosophen, Theologen und Naturwissenschaftler immer wieder Gedanken gemacht.
Der Astrophysiker Andreas Burkert forscht über die Entstehung des Universums und des Lebens. Darüber spricht er bei einer Veranstaltung der Katholischen Erwachsenenbildung und des Evangelischen Forums am Dienstag, 28. Oktober, in Ingolstadt. Im Interview erklärt er, warum das Staunen über das Universum zugleich eine Suche nach Sinn und Gott sein kann.
Zum Erntedankfest danken die Gemeinden Gott für die Gaben der Schöpfung und würdigen zugleich Gärtnerinnen und Gärtner, Landwirtinnen und Landwirte sowie alle, die mit ihrer Arbeit die Lebensgrundlagen sichern. Ein Blick auf Menschen, die mit Leidenschaft in der ökologischen Landwirtschaft arbeiten und damit Verantwortung für die Schöpfung übernehmen.
Biblische Texte sind nicht in Zeiten von Stabilität entstanden, sondern mitten in Krisen, Niederlagen und Fremdherrschaft. Gerade darin liegt nach der Theologin Sabine Bieberstein ihre Kraft. Ein Gespräch über Krisen, Chaosmächte und die Frage, wie heute noch Hoffnungsgeschichten erzählt werden können.
Beim Schöpfungstag und Erntedankmarkt am Sonntag, 28. September, im Kloster Plankstetten steht das 10-jährige Jubiläum der Enzyklika „Laudato si“ im Mittelpunkt. Ein besonderer Programmpunkt ist eine Achtsamkeitswanderung, die Schöpfungsspiritualität mit den Gedanken der Tiefenökologie verbindet. Beide Ansätze bereichern sich gegenseitig.
Die Theologin Rowena Roppelt von der School of Transformation and Sustainability der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt spricht über die Kraft religiöser Rituale und deren Bedeutung für Kirche, Gesellschaft und Individuum. Im Interview erklärt sie, warum Liturgie nur dann wirkt, wenn sie authentisch ist und Menschen aktiv einbindet.
Eine Gedenktafel im Atrium des Eichstätter Priesterseminars erinnert an 269 Gefallene des Zweiten Weltkriegs. Das Haus war damals Zufluchtsort für Theologiestudenten und Priesteramtskandidaten aus Süddeutschland und dem Ausland. Heute, 80 Jahre nach Kriegsende, leben dort erneut Menschen, die vom Krieg betroffen sind. Vergangenheit und Gegenwart berühren einander.
Welche Bedeutung hat die Pilgereise des heiligen Willibald für das Pilgerwesen heute? Mit dieser Frage hat sich der Theologe Georg Röwekamp, Leiter des Pilgerhauses Tabgha des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (DVHL) am See Genezareth befasst. Im bewegten Leben des Eichstätter Bistumspatrons, das im Mittelpunkt der Willibaldswoche steht, sieht er ein Modell für die Spiritualität unserer Zeit.
Neun Schulen im Gebiet des Bistums Eichstätt – darunter zwei in diözesaner Trägerschaft – beteiligen sich an der Bildungsinitiative „Judentum live erleben“. Das Projekt einer Nachfahrin von Holocaustüberlebenden verfolgt ein ehrgeiziges Ziel: Es will ein neues Bewusstsein für die gemeinsamen Wurzeln von Christentum und Judentum schaffen und durch mehr Verständnis und Dialog Frieden stiften.