Wie gelingt Veränderung in komplexen Organisationen wie großen Unternehmen oder Bistümern? Fragen wie diese behandelt das Programm des Mikrozertifikats „Leadership in Transformation“ der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Zwei Mitarbeitende der Diözese Eichstätt berichten, wie der Kurs ihr Verständnis von Führung verändert hat.
Sein Name bedeutet „der Entschlossene und Mutige“ oder „der Willensstarke“ – und wurde zu seinem Lebensprogramm: Willibald. Der aus England stammende Adlige wurde nach einer langen und gefährlichen Pilgerreise im frühen Mittelalter der erste Bischof von Eichstätt. Ihm widmet das Bistum jedes Jahr Anfang Juli eine Festwoche.
Für den Theologen und Wirtschaftsexperten Ulrich Hemel sind menschenwürdiges Handeln, unternehmerische Frische und eine fundierte Werteorientierung kein Widerspruch – auch nicht in der Seelsorge. Im Interview sowie bei einer bevorstehenden Veranstaltung in Eichstätt spricht er darüber, was die Kirche von Unternehmen lernen kann.
Technischer Fortschritt, besonders Künstliche Intelligenz, soll dem Menschen und einer „Zivilisation der Liebe“ dienen. Das ist das Hauptanliegen der Enzyklika „Magnifica humanitas“ („Großartige Menschheit“) von Papst Leo XIV. Das Dokument enthält Leitlinien für politisches, kirchliches und gesellschaftliches Handeln.
An Pfingsten feiern Christinnen und Christen den Geburtstag der Kirche – das Fest des Heiligen Geistes. Es gilt auch als Fest der Sprachen und der Verständigung. In Zeiten von Sprachmaschinen bekommt das „Pfingstwunder“ eine neue Bedeutung, wie ein Buch des Medienphilosophen Roberto Simanowski zeigt.
Längst sprechen Menschen über persönliche und berufliche Probleme mit Sprachmaschinen. KI verändert zunehmend professionelle Unterstützungsangebote wie Supervision und Coaching für Seelsorgeteams und Beratungskräfte. Das alles berührt den Kernbereich der Kirchen: die Seelsorge.
Kirchen können Menschen miteinander verbinden, Vertrauen fördern und Solidarität stärken. Gleichzeitig sind sie selbst von Spaltungen betroffen und wirken teilweise als deren Verstärker. Beispiele aus verschiedenen Ländern Europas zeigen, wo die Konfliktlinien verlaufen und welche Rolle die Kirchen dabei spielen. Darum geht es auch bei der Renovabis-Pfingstaktion.
Wie lässt sich heute zeitgemäß von Gott sprechen? Der Pastoraltheologe Erich Garhammer plädiert für einen „poetischen Glauben“, der trotz aller Abgründe die Schönheit des Lebens wahrnimmt. Im Dialog von Literatur, Bibel und Theologie möchte er Glaubenden und Suchenden im 21. Jahrhundert eine neue Sprachheimat eröffnen.
Im Mai startet an vielen Pilgerstätten die Wallfahrtsaison. Im Bistum Eichstätt werden besonders die Marienwallfahrtstätten häufig aufgesucht. Die Verehrung der Muttergottes zeigt sich in Frömmigkeit, Brauchtum und Kunst, in Kirchen, Grotten und Kapellen sowie an Wegen und im Alltag von Glaubenden.
Der 1. Mai steht traditionell für Solidarität, für die Rechte von Arbeitenden und für die Hoffnung auf eine gerechtere Gesellschaft. Angesichts von Krisen und Transformationsprozessen sehnen sich viele nach einfachen Lösungen. Doch wie geht man mit der Unsicherheit und Komplexität des Lebens um?
Für den Soziologen Hartmut Rosa kann Religion ein entscheidender Faktor für das Gelingen von Demokratie und Zusammenleben sein. „Demokratie braucht Religion – gerade jetzt!“ heißt sein neues Buch. Politikerinnen und Politiker aus der Diözese Eichstätt stimmen ihm dabei zu.
Am 22. April finden weltweit mehr als 10.000 Veranstaltungen zum Earth Day, dem Tag der Erde statt. Dabei machen rund 150.000 Organisationen in 192 Ländern auf Schutzmaßnahmen für die Erde aufmerksam. Die Diözese Eichstätt unterstützt die Aktion.
Der katholische Theologe und Philosoph Benedikt Paul Göcke ist davon überzeugt, dass sich trotz gegenteiliger Behauptungen die Existenz Gottes argumentativ beweisen lässt. Er hat dazu einen spannenden Essay geschrieben, über den er beim „Theologischen Salon am Nachmittag“ am 10. Juni mit Mitarbeitenden aus verschiedenen Diözesen sprechen wird.
Die Schriftstellerin Tanja Kinkel verknüpft biblische Motive mit der Klimakrise und plädiert für mehr Verantwortung im Alltag. Sie kritisiert politische Versäumnisse und betont zugleich die Bedeutung gemeinschaftlichen Handelns. Im Interview spricht sie über ihr Buch „Wir sind alle Noah“, aus dem sie am 18. Mai in der Pfarrkirche St. Veit in Pleinfeld liest.
Islam und Christentum teilen zentrale Werte, unterscheiden sich jedoch im Kern ihres Glaubens. Vorurteile und Verkürzungen verzerren oft das Bild. Der Islamwissenschaftler Nevfel Cumart ist überzeugt: Gerade in Krisenzeiten können Religionen Orientierung geben und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt beitragen, sagt er im Interview.
Jeden Tag werden weltweit Menschen Opfer von Krieg und Gewalt. Für Überlebende und Hinterbliebene bricht damit oft eine Welt zusammen. Wie können Menschen, denen Schlimmes angetan wurde, ihren Tätern vergeben oder sie sogar lieben? Eine Suche nach Antworten.
Mit dem Frühling beginnt die Gartensaison. Wer noch Ideen sucht, kann sich bei der Pflanzenwahl auch von der Heiligen Schrift inspirieren lassen und so biblische Geschichten neu zum Leben erwecken. Ein Buch und ein „Bibelgarten“ geben hierzu Anregungen.
Der größte Sonntagsgottesdienst Bayerns findet nicht in einer Kirche, sondern im Radio statt. Rund eine Million Menschen hören die Morgenfeier der katholischen und evangelischen Kirchen auf Bayern 1. Was ist das Erfolgsgeheimnis der Sendung?
Zwischen Glauben und Identität Brücken bauen: Das macht für Pastoralreferent Andreas Ihm queersensible Seelsorge aus. Dabei geht es um Begleitung, Spannungen und die Frage, wie Kirche mehr sein kann als nur tolerant: ein echter Ort der Zugehörigkeit für queere Menschen.
Zwischen Ideal und Wirklichkeit: Die klassische Sicht auf Liebe, Ehe und Scheitern stellt der Moraltheologe Daniel Bogner radikal infrage. Warum Beziehungen nicht „scheitern“ können und wie ein neues Ethos der Liebe aussehen könnte, erklärt er im Interview.
Künstliche Intelligenz erobert zunehmend das öffentliche Bewusstsein und unseren Alltag. Technik erleichtert im besten Fall unser Leben, verändert aber auch uns selbst. Ein Theologe und ein Physiker zeigen, wie der Fortschrittsgedanke unser Weltbild und unseren Glauben beeinflusst.
Was tun mit Kirchengebäuden, die bei sinkenden Mitgliederzahlen nicht ausgelastet sind oder gar nicht mehr benötigt werden? In Rednitzhembach zieht eine Bücherei in die Kirche, in Berching steht das Pfarrheim zum Verkauf. Auch andere Pfarreien machen sich Gedanken.
Kitas Franken,
PV Rednitzhembach-Schwanstetten-Wendelstein ("brücken-schlag"),
PV Berching
Wie lässt sich Glück messen und was macht ein erfülltes Leben wirklich aus? Glücksforscher Karlheinz Ruckriegel erklärt, warum soziale Beziehungen, Vertrauen, Demokratie und eine klare innere Haltung entscheidend sind. Auch Religiosität kann zur Lebenszufriedenheit beitragen.
Keine andere Religion stellt die Liebe so stark in ihren Mittelpunkt wie das Christentum. Für den nicht-religiösen Schriftsteller Daniel Schreiber kann die Gesellschaft ohne sie nicht bestehen. Er fordert eine „Politik der Liebe“.
„Eine geschlechterfaire Gottesrede sorgt nicht automatisch für mehr Geschlechtergerechtigkeit“, sagt die Theologin Annette Jantzen. Sie schreibt Gebetstexte und Bibel-Auslegungen für Gottesdienste und veröffentlicht sie in ihrem Blog „Gotteswort, weiblich“. Darüber spricht sie im Interview und am 20. Februar in Thalmässing.
Was bedeutet das alte Bildverbot der Bibel in Zeiten von DeepFakes und KI-Bildfluten? Ein Priester und ein Profi-Fotograf sprechen über die Macht der Fotografie und die Herausforderung, das Wahre im Überfluss der Bilder zu erkennen.
Darf ein gläubiger Mensch reich sein, ohne sich schuldig zu fühlen? Pater Ralph Heiligtag vom Vor-Oratorium St. Josef Ingolstadt erklärt im Interview, wie Wohlstand, Verantwortung und Großzügigkeit zusammenhängen.
Wie kommt die Kirche wieder ins Gespräch mit Gläubigen, die sich von ihr entfremdet haben? Im Bistum Eichstätt gibt es neben etablierten Angeboten auch Initiativen, die neue Zugänge eröffnen sowie Räume für Dialog und gemeinsame Suche schaffen.
Der Vatikan warnte vor einem Jahr vor Ungerechtigkeit, Machtkonzentration und der Ausbeutung von Menschen bei der Entwicklung und Anwendung von Künstlicher Intelligenz. Ein neues Buch zeigt die Folgen des digitalen Kolonialismus sowie Ansätze für eine gerechtere Digitalisierung auf.
Mit dem Stern von Bethlehem sind die Sternsingerinnen und Sternsinger wieder im Bistum unterwegs. Sie führen eine Glaubenstradition fort, die den Blick auf Notleidende und zum Himmel richtet. Raoul Schrott zeigt in seinem „Atlas der Sternenhimmel und Schöpfungsmythen der Menschheit“, dass Sterne den Menschen einst nicht nur Orientierung gaben, sondern ihren Glauben und ihr Weltbild prägten.