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GEMA, VG Musikedition, Fotokopieren von Noten....

Was ist erlaubt, was nicht? Was ist durch die Pauschalverträge zwischen dem Verband der deutschen Diözesen und der GEMA bzw. VG MUSIKEDITION abgedeckt?

Gesamtvertrag zur Vervielfältigung von Noten und Liedtexten

Der Verband der Diözesen Deutschlands VDD hat mit der Verwertungsgesellschaft VG MUSIKEDITION ab Januar 2015 einen neuen Gesamtvertrag zur Vervielfältigung von Noten und Liedtexten geschlossen. Das offizielle Merkblatt und weitere Informationen dazu finden sie in folgenden Dateien zum Download:

Merkblatt über die Vervielfältigung von Noten und Liedtexten

Merkblatt zum Urheberrecht

Merkblatt der VG Wort

 

GEMA – Neuregelung zur Meldepflicht von Konzert- und Gemeindeveranstaltungen mit Musiknutzung

Während der Pauschalvertrag über die Musiknutzung in Gottesdiensten unverändert fortbesteht und diesbezüglich keine Meldepflicht von den gesungenen Liedern gegenüber der GEMA besteht, haben der Verband der Diözesen Deutschlands VDD und die GEMA vereinbart, für Konzert- und Gemeindeveranstaltungen mit Musiknutzung ab dem Jahr 2015 in bestimmten Fällen eine Meldepflicht einzuführen.

Genaue Informationen dazu finden Sie in folgenden Dokumenten zum Download:

Informationen zum Pauschalvertrag des VDD mit der GEMA

Informationen zum GEMA-Meldebogen

GEMA-Meldebogen *)


*) Ab sofort gilt nur noch diese eine Adresse, an welche die GEMA-Meldebögen zu senden sind:

GEMA
Generaldirektion Berlin
Postfach 30 12 40
10787 Berlin

 

 

Anmeldung von Musikdarbietungen mit Werken der ernsten Musik in Gottesdiensten:

Die Aufführung von Musik im Gottesdienst ist über den Pauschalvertrag zwischen der GEMA und den Diözesen geregelt. Danach können sämtliche gottesdienstlichen musikalischen Beiträge kostenfrei dargeboten werden. Die GEMA hat nun in ihrer Mitgliederversammlung beschlossen, dass Werke mit überdurchschnittlich langer Spieldauer im Rahmen von Gottesdiensten (z. B. Messen, Oratorien und Kantaten) schriftlich gemeldet werden sollen. Dies geschah auf Anregung von Kirchenmusikkomponisten und Kirchenmusikern, die damit angemessener an den Erträgnissen beteiligt werden sollen. Als überdurchschnittlich lang gelten Werke mit über 10 Minuten Spieldauer.

Die jeweiligen Kirchengemeinden und -musiker sind daher gebeten, bei Aufführungen derartiger umfangreicherer kirchenmusikalischer Werke eine individuelle Meldung der Werke an die GEMA durchzuführen, und zwar mittels eigens erstellter Formblätter (Mitteilung an die GEMA E/1 Kirche).

Diese Formblätter sind seitens der Kirchengemeinden jeweils direkt an die GEMA (Direktion Abrechnung E, Postfach 30 34 30, 10728 Berlin) zu senden.

Die Aufführung dieser Werke ist nach wie vor durch den Kirchenpauschalvertrag abgedeckt. Zusätzliche Kosten entstehen somit durch diese Meldung nicht. Die neue Regelung gilt ab 1.1.2005.

Die Formblätter sind erhältlich im Amt für Kirchenmusik, Eichstätt.

Gema-Formular zum download

 

 

Verband der Diözesen Deutschlands VDD

Erneuter Hinweis auf das Kopierverbot für Chornoten

Die VG Musikedition behauptete in den vergangenen Monaten öffentlichkeitswirksam, dass in der Katholischen Kirche in großem Umfang illegale Kopien von Chornoten hergestellt würden. Dabei wurden in unzulässiger Weise Angaben der Kirchengemeinden aus der letzten für den Pauschalvertrag mit dem Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) durchgeführten Repräsentativerhebung hochgerechnet. In dieser Erhebung haben Pfarreien auch Kopien von Chornoten gemeldet, da sie offenbar irrtümlich davon ausgingen, dass auch diese vom Pauschalvertrag des VDD umfasst seien.

Um keine weiteren Anlässe für diese Kampagne der Musikverlage und der VG Musikedition zu liefern, möchten wir auch unter Hinweis auf das im Jahre 2009 an alle Kirchengemeinden versandte Informationsheft Urheberrecht in der Gemeinde" und die Pauschalverträge des VDD mit der VG Musikedition einschließlich der entsprechenden zugehörigen Merkblätter, noch einmal folgendes klarstellen:

Erlaubt ist:

Nach dem Pauschalvertrag mit der VG Musikedition sind lediglich Fotokopien von einzel­nen Liedern und Liedtexten für den Gemeindegesang bei Gottesdiensten, Andachten und gottesdienstähnlichen Veranstaltungen, einschließlich Hochzeiten, Taufen, Beerdigungen oder Einweihungsfeiern erlaubt und abgegolten.

Im Internet bestehen zudem legale Angebote zum Herunterladen und Vervielfältigen, et­wa die Homepage des Mozarteums (http://dme.mozarteum.at) oder die Seite imslp.org/wiki, auf der entweder urheberrechtsfreie Werke zu finden sind oder ge­nau deklariert wird, welche Nutzungen vom Autor gestattet sind. Sicherheitshalber sollten die gemachten Angaben aber nochmals überprüft werden.

Erlaubt ist auch das Kopieren von nicht neu bearbeiteten Liedern und Liedtexten, deren Urheberrechte abgelaufen sind (70 Jahre nach Tod des Autors bzw. der Autoren).
Beispielsweise wäre „Locus iste" in einer alten Ausgabe erlaubt.

Keine Hefte aus Kopien anfertigen:

Sobald Blätter mit kopierten Liedtexten oder Liedern in irgendeiner Weise fest miteinander verbunden werden (Heftung, Binden mit Schnüren, Ringbuchformen oder ähnliches) ist dies nicht vom Pauschalvertrag gedeckt und daher illegal.

Was keinesfalls erlaubt ist:

Die Berechtigung aus dem Pauschalvertrag umfasst nicht das Anfertigen von Kopien von urheberrechtlich geschützten Chorsätzen oder Instrumentalstücken für (Kirchen)-Chöre, Solisten, Orchester, Bands etc. Soweit solche Stücke, wie oben dargestellt (vgl. Ziffer 1 Abs. 2) nicht bereits frei von Urheberrechten sind, ist das Kopieren ohne Erlaubnis des Rechteinhabers (Verlag, Autor) verboten.

Wir bitten daher alle Verantwortlichen im Erz-/Bistum sowie in Pfarreien, Kirchengemeinden und Kirchenstiftungen dafür zu sorgen, dass keine geschützten Chornoten oder Instrumentalsätze kopiert werden. Die Pfarrer und Mitglieder der verantwortlichen Gremien machen sich unter Umständen haftbar, wenn sie dies trotz Kenntnis zulassen. Insbesondere bitten wir die Verantwortlichen vor Ort alle Chorleiter und Vorstände der Kirchenchöre ausdrücklich darauf hinzuweisen, nur legal erworbene Chorsätze, Chorbücher und Noten zu verwenden. Viele Verlage haben Einzelexemplare von Chorwerken aus Büchern herausgegeben oder sind auf Nachfrage bereit, Sonderdrucke herzustellen, andere geben gegen eine Gebühr Kopierlizenzen zu Chorsätzen, die nicht als Einzelexemplare erhältlich sind. Die auf diözesaner Ebene verantwortlichen Kirchenmusiker beraten hier gerne.

Denkbar wäre es auch, im Wege der Ausleihe einen entsprechenden Austausch rechtmäßig erworbener Chornoten oder Notenbücher zu organisieren. Hierfür wäre es gut, mit den benachbarten Chören Kontakt aufzunehmen und zu überlegen, ob man ggf. Noten gegenseitig ausleihen kann.

Nähere Informationen erhalten Sie im Amt für Kirchenmusik des Bischöflichen Ordinariates in Eichstätt (08421 50-931 bzw. kirchenmusik(at)bistum-eichstaett(dot)de).