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„Was macht Ihr da eigentlich in Eurem Orden?“

Informationsstand der Orden an der Uni Eichstätt. Foto: Sr. Bernadette Gevich
Über das Interesse der jungen Leute freuten sich die Ordensschwestern, die am ersten Nachmittag ihre Infostände im Foyer der Uni aufgebaut hatten. Foto: Sr. Bernadette Gevich

Eichstätter Studenten können sich aus erster Hand informieren / Dreimal vier Gemeinschaften

Auf dem Weg von einer Vorlesung zur nächsten hatten die Studierenden der Katholischen Universität (KU) Eichstätt-Ingolstadt jetzt die Möglichkeit, mit Personen ins Gespräch zu kommen, denen sie im täglichen Leben, auf der Straße, immer seltener begegnen. An Infoständen gleich am Haupteingang der Uni standen ihnen an bislang zwei Dienstagnachmittagen Ordensfrauen und -männer von jeweils vier Ordensgemeinschaften aus dem Bistum Rede und Antwort. Auch der bischöfliche Beauftragte für die Orden und Säkularinstitute im Bistum Eichstätt, Domkapitular Josef Blomenhofer, zeigte Präsenz.

Die dritte Möglichkeit, sich an der Uni bei Kaffee und „Klosterkeksen“ aus der Abtei Plankstetten mit Ordensleuten zu unterhalten, bietet sich am 23. Juni (12-16 Uhr). Anlass für die Veranstaltungsreihe, deren Auftakt zwei Vorträge des Eichstätter Moraltheologen Dr. Stephan E. Müller zum Thema Berufung bildeten, ist das gegenwärtige Jahr der Orden.
„Wir wollten bewusst den Kontakt zu den Studierenden, zu den jungen Menschen herstellen“, erklärt die Ordensreferentin der Diözese Eichstätt, Schwester Cornelia Böhm, die an der Uni auch die Gelegenheit nutzte, über Berufe der Kirche im Allgemeinen Auskunft zu geben.

Über die besondere Lebensform der Nachfolge Christi in einer Ordensgemeinschaft informierten beim ersten Treffen kleine Teams der Dillinger Franziskanerinnen, der Abenberger und Niederbronner Schwestern sowie der Missionarinnen Christi. Den zweiten Infonachmittag bestritten die Plankstettener Benediktiner, die Paulusschwestern und die Ordensfrauen vom Kloster Gnadenthal (beide Ingolstadt) sowie eine Gruppe von Angehörigen mehrerer Säkularinstitute.

Für den letzten Termin haben sich die Velburger Johannesschwestern sowie in Eichstätt wirkende Auerbacher Schulschwestern, Mallersdorfer Schwestern und Passionisten angesagt. Schwester Cornelia, die die Aktion zum Jahr der Orden mit einer Vorbereitungsgruppe geplant hat, freut diese rege Beteiligung sehr. Problemlos hätten sich genügend Mitwirkende gefunden, erzählt sie und lobt das Engagement ihrer Mitschwestern und -brüder im Ordensjahr.

Präsenz zu zeigen, das heißt für sie aber nicht, große Vorführungen zu inszenieren, sondern einfach authentische Botschafterinnen und Botschafter ihrer Lebensform zu sein – „so wie wir halt sind“. Für manche der jungen Leute, mit denen sie sich an der Uni unterhalten hat, sei die Lebensweise der Ordensleute „ganz weit weg und ganz fremd“ gewesen, erzählt Schwester Cornelia. Aber ihre Fragen hätten doch durchaus von Interesse gezeugt.

Auch Schwester Bernadette Gevich vom Lauterhofener Konvent der Dillinger Franziskanerinnen  berichtet auf der Homepage ihrer Ordensgemeinschaft von einer guten Atmosphäre bei den Gesprächen, deren Spektrum von der konkreten Frage „Was macht Ihr da eigentlich in Eurem Orden?“ bis zur Situation der Kirche in Deutschland reichte. Schwester Bernadette erläutert auch das Motto der Aktion, das auf einem Plakat zu lesen stand: „Eine(r)-für-eine(n) – Ich bete für Sie“. Dafür hatten die Ordensleute in ihren Konventen angefragt, wer eine konkrete Gebetspatenschaft übernehmen würde. Die Namen wurden auf Kärtchen geschrieben und, falls gewünscht, an Studentinnen und Studenten ausgegeben.

Gut besucht waren zur Freude von Schwester Cornelia auch die beiden Vorträge mit Professor Müller, zu denen der Lehrstuhl für Moraltheologie und das Ordensreferat unter dem Titel: „Welchen Sinn hat meine Existenz? Vom Spektrum christlicher Berufung“ gemeinsam eingeladen hatten.

Gabi Gess, Kirchenzeitung Nr. 23 vom 7. Juni 2015, S. 7



Medienheft

Szene aus dem Film "Ora et labora"

Kurz-, Lang- und Spielfilme sowie Dokumentationen rund um das Thema "Orden" – zusammengestellt von den Medienzentrale der Diözese Eichstätt. mehr... | Medienheft (pdf)

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