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Wussten Sie...?

... dass der Tourismusverband Franken eine umfangreiche Broschüre zur Vielfalt jüdischer Kultur in Franken in Geschichte und Gegenwart herausgegeben hat? Die Broschüre kann hier online angesehen und heruntergeladen werden. Auf der Seite www.frankentourismus.de/juedische_kultur können darüber hinaus interessante Entdeckungen gemacht werden; u.a. zu Synagogen, Museen, jüdischen Friedhöfen.

... dass die Zahl der antisemitischen Vorfälle in Bayern im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 29,9 % zugenommen hat? Deshalb hat der Landtag im Mai 2021 eine Resolution verabschiedet, in der er sich im Kampf gegen den Antisemitismus stark macht und verspricht, das Engagement im Kampf gegen den Antisemitismus zu unterstützen.

... dass laut dem Bericht des Landesamtes für Verfassungsschutz die Zahl rechtsextremistischer und antisemitischer Straftaten in Bayern im letzten Jahr erneut gestiegen ist? Wie sagt dazu Charlotte Knobloch: "Wo Extremismus grassiert, da ist auch Judenhass nicht weit - und umgekehrt."

... dass der Verein für Aufklärung und Demokratie e.V. (VAD) und die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Bayern (RIAS Bayern) einen Bericht über antisemitische Vorfälle in Bayern für das Kalenderjahr 2020 veröffentlicht haben? Die Dokumentation, die vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales mitgetragen wird, kann heruntergeladen werden unter report-antisemitism.de

... dass Deutschland im Mai 2017 die Arbeitsdefinition für den Begriff "Antisemitismus" der internationalen Allianz für Holocaustgedenken übernommen hat? Die Arbeitsdefinition lautet: "Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen." Darüber hinaus hat die Bundesregierung folgende weitere Verschärfung angefügt: "Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein."

... dass der in den 1970er und 1980er Jahren beliebte Entertainer Hans Rosenthal (1925 – 1987) in einer jüdischen Familie aufgewachsen ist, als Kind die antisemitische Verfolgung durch die Nationalsozialisten hautnah erlebt hat und ab 1973 Mitglied im Direktorium des Zentralrats der Juden war? 1971 - vor 50 Jahren - wurde die erste Sendung seiner beliebten Quiz-Show „Dalli Dalli“ ausgestrahlt. Am 15. Mai sendet das ZDF eine Jubiläumsshow. Ein Interview mit seinem Sohn können Sie in der „Jüdischen Allgemeine“ nachlesen.

... dass Erich Fried am 6. Mai seinen 100. Geburtstag hätte feiern können? Fried machte sich einen Namen als Humanist, Lyriker - und als Mann, der die heiklen Themen seiner Zeit aufgriff. In seinen Werken gelang es ihm, Moralität und Einfühlungsgabe miteinander zu verbinden.

... dass die ökumenische Kampagne "#beziehungsweise - jüdisch und christlich: näher als du denkst" dazu anregen möchte, die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum wahrzunehmen und dazu für jeden Monat Texte und Plakate anbietet? Die Plakate eignen sich auch zum Aushang beispielsweise in Schaukästen der Pfarreien.

... dass der deutsch-schweizerische Judaist und Historiker Ernst Ludwig Ehrlich im März 100 Jahre alt geworden wäre? Ludwig war während des Zweiten Vatikanischen Konzils Gesprächspartner von Kardinal Augustin Bea und entscheidend an der Vorbereitung der Konzilserklärung „Nostra aetate“ (1965) beteiligt. Er hatte keinen Zweifel daran, dass die Erklärung zu einer positiven Wende im Dialog von katholischen Christen und Juden führen würde - allerdings nur, wenn sie kein toter Buchstabe bleibt.

... dass vor 200 Jahren der Kantor und Komponist Louis Lewandowski geboren wurde. Neben zahlreichen Werken der Synagogalmusik vertonte er auch 18 Psalmen mit deutschem Text.

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