Pilgern und Wallfahren gehören zu den ältesten religiösen Glaubensvollzügen. Die ersten und wichtigsten Pilgerziele der europäischen Christen waren die Gräber der Apostel, vor allem in Rom und Santiago de Compostela. Aber auch nach Jerusalem wagten sie sich bereits in der Antike. Dabei ist das Pilgern keine Erfindung des Christentums, sondern in allen Weltreligionen verbreitet.
Unterwegs sein zu sich selbst und zu Gott, darum geht es beim Pilgern als auch bei der Teilnahme an Wallfahrten. Letztere haben meist lange Tradition und finden in Gemeinschaft statt: Gläubige machen sich auf den Weg zu einer Kirche, einem Heiligtum, um dort Dank zu sagen oder ein Gelübde zu erfüllen, das ihre Pfarrei einst in schweren Zeiten geleistet hat. Beim individuellen Pilgern dagegen hat der Weg als solcher schon große Bedeutung. Er ist eine Zeit der inneren Einkehr, der Suche nach sich selbst, des Abstands vom Alltag.
Vor der Haustür und weltweit
Bekannte Ziele im Bistum Eichstätt, zu denen es Gläubige, Hoffnungsvolle und Suchende zieht, sind die Basilika Maria Brünnlein in Wemding oder auch die Wallfahrt Maria Heil der Kranken am Habsberg bei Velburg. Darüber hinaus gibt es Dutzende kleinerer, bisweilen vergessener Wallfahrtsorte, deren Wiederentdeckung sich lohnt. Spirituelle Orte vor der Haustür zu entdecken, dazu lädt auch die Plattform Ortskundig ein. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt der Diözesen Augsburg und Eichstätt.
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Wen es dagegen an die großen Wallfahrtsorte der Christenheit zieht, der findet bei der Pilgerstelle des Bistums Eichstätt, die ihre Reisen in enger Kooperation mit dem Bayerischen Pilgerbüro organisiert, ein breites Angebot. Die Pilgerstelle bietet darüber hinaus regelmäßig das besinnliche Samstagspilgern durch die Fluren der Diözese an. Fahrrad-Pilgertouren stehen ebenso auf dem Programm, es gibt im Bistum sogar eine Fahrradkirche.
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