Damit Gläubige liturgische Dienste ausüben können, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig. Dazu gehören in der Regel die Zugehörigkeit zur katholischen Kirche, ein Leben im Einklang mit dem Glauben sowie eine entsprechende Vorbereitung oder Ausbildung – sei es durch liturgische Schulungen oder Einführungen. Gerade bei Diensten wie Lektorinnen und Lektoren, Kommunionhelferinnen und -helfern oder dem Dienst der Ministrantinnen und Ministranten ist eine bewusste Hinführung auf die Bedeutung der Aufgabe wichtig. Für Kommunionhelferinnen und Kommunionhelfer ist eine spezielle Beauftragung notwendig.
Jede(r) katholische Christin/Christ, die/der gut vorlesen kann, kann in der katholischen Kirche im Bistum Eichstätt Lektorin oder Lektor werden.
Kantorinnen und Kantoren übernehmen in der katholischen Liturgie eine prägende Rolle. Als Vorsängerinnen und Vorsänger geben sie der Gemeinde Orientierung und tragen dazu bei, das gesungene Repertoire zu bewahren und weiterzuentwickeln. Als Gegenüber im liturgischen Geschehen macht der Kantorengesang die Unmittelbarkeit der menschlichen Stimme deutlich und fördert die aktive Beteiligung der Gemeinde.
Um Kantorin oder Kantor in der katholischen Kirche zu werden, braucht es neben der Freude am Singen auch eine gewisse musikalische Ausbildung:
Um Kommunionhelferin oder Kommunionhelfer zu werden, ist ein offizieller Beauftragungsprozess vorgesehen:
"Richtlinien für die außerordentliche Kommunionspendung (Kommunionhelfer und Kommunionhelferinnen" in: Pastoralblatt des Bistums Eichstätt 7 [2022] S. 279 f., Nr. 134.
Organistinnen und Organisten tragen in der katholischen Kirche nicht nur zur feierlichen Gestaltung der Liturgie bei. Mit ihrem Orgelspiel geben sie dem Gemeindegesang Halt und eröffnen so echte Teilhabe am liturgischen Geschehen. In einer Zeit allgegenwärtiger elektronischer und künstlich erzeugter Musik bietet der Gottesdienst einen seltenen Ort handgemachter Klänge und trägt zum Erhalt des kulturellen Erbes des Orgelbaus bei.
Um Organistin oder Organist in der katholischen Kirche zu werden, bietet das Bistum Eichstätt verschiedene Ausbildungsgänge an. Neben technischen Fähigkeiten am Instrument werden dabei auch liturgische und musiktheoretische Kenntnisse vermittelt. Die kirchenmusikalische Ausbildung ist sowohl im Bereich Orgel als auch Chorleitung, sowie in Kombination von beidem möglich. Der Einstieg erfolgt in den D-Kurs, auf den anschließend der C-Kurs aufbaut.
Ob Kinder- und Jugendchor, Kirchenchor, NGL-Gruppe oder Seniorenkantorei: Kirchliche Chöre und Singgruppen bilden Sammelpunkte von Ehrenamtlichen innerhalb der katholischen Kirche, die das liturgische Leben wesentlich mitgestalten, Menschen prägende religiöse Erfahrungen ermöglichen und Gemeinschaft entstehen lassen. Dafür sind nicht nur eine aktive Nachwuchsarbeit, organisatorisches Geschick und Engagement nötig, sondern auch entsprechend musikalisch und liturgisch geschulte Leitungspersonen.
Um Chöre sowie Chorleiterinnen und Chorleiter in der katholischen Kirche zu unterstützen, bietet das Bistum Eichstätt verschiedene Ausbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten, sowie regelmäßige Chorprojekte und -treffen an.
Zur Förderung und Pflege der Liturgie im Bistum hat der Diözesanbischof eine Liturgische Kommission errichtet. Sie ist ein beratendes Gremium des Bischofs bestehend aus vier geborenen und elf berufenen Mitgliedern, und untersteht seiner Weisung. Beschlüsse der Kommission sind Empfehlungen an den Bischof.
Die Aufgaben der Kommission ergeben sich aus der Satzung der Liturgischen Kommission des Bistums Eichstätt: Sie erarbeitet nach Weisung des Bischofs Handreichungen, Praxishilfen und liturgische Leitlinien. Sie kann auch selbst die Initiative zur Erstellung solcher Dokumente ergreifen und diese dem Bischof vorschlagen.