Bischof

Die Fülle des Weihesakramentes

Mehrere Bischöfe legen Bischof Gregor Maria Hanke die Hand auf

Die Bischofsweihe ist die höchste Stufe des Weihesakraments. Man sagt auch, erst in der Bischofsweihe entfaltet das Weihesakrament seine komplette Fülle. Sie macht einen Priester zum rechtmäßigen Nachfolger der Apostel und zum Teil des Bischofskollegiums, wo er mit dem Papst und den anderen Bischöfen die Sorge für die ganze Kirche teilt. Gespendet wird sie im Auftrag des Papstes durch einen anderen Bischof - den "Konsekrator", dem zwei weitere Bischöfe als "Mitkonsekratoren" zur Seite stehen - ein Zeichen für die Kollegialität der Bischöfe.

Mit der Bischofsweihe ist bereits die höchste Stufe des Weihesakramentes erreicht. Ob Weihbischof, Erzbischof oder Papst: Die Bischofsweihe ist die gleiche. Auch Kardinäle sind - von wenigen Ausnahmen abgesehen - meistens Bischöfe.

(Diözesan-)Bischof

Wenn von einem Bischof die Rede ist, ist meistens der Leiter einer Diözese gemeint. Manchmal wird zur Unterscheidung der Zusatz Diözesanbischof gewählt. Ein Bischof ist Oberhaupt eines Bistums (Diözese) und hat Hirten- und Leitungsverantwortung für alle Gläubigen in diesem Gebiet. Bischöfe übernehmen die administrative, pastorale und geistliche Leitung für das gesamte Bistum. Sie sind verantwortlich für die Organisation, Geistlichkeit, Ausbildung von Priestern und die Einhaltung kirchlicher Normen in ihrem Gebiet. 

Mit der Bischofsweihe ist bereits die höchste Stufe des Weihesakramentes erreicht. Ob Weihbischof, Erzbischof oder Papst: Die Bischofsweihe ist die gleiche. Auch Kardinäle sind - von wenigen Ausnahmen abgesehen - meistens Bischöfe.

Weihbischof

Ein einigen Diözesen gibt es sogenannte Weih-, Auxiliar-, oder Titularbischöfe. Das ist ein Bischof, der keine eigene Diözese leitet, sondern einem Diözesanbischof als Helfer und Stellvertreter bei seinen bischöflichen Aufgaben zugeordnet ist. Daher auch auf die Bezeichnungs “Auxiliarbischof”, übersetzt “Hilfsbischof”. Weihbischöfe unterstützen den Diözesanbischof vor allem bei Weihehandlungen, etwa der Spendung des Sakraments der Firmung, der Priester- und Diakonenweihe sowie bei Kirchweihen, Altarweihen usw.

Da es nach dem Kirchenrecht keinen Bischof ohne Diözese geben darf, ernennt der Papst diese zum Bischof eines sogenannten Titularbistums. Das ist ein historisches Bistums, das nicht mehr existiert.

Ein Weihbischof ist ein voll geweihter Bischof, jedoch ohne Leitungsverantwortung.

Im Bistum Eichstätt gibt es keinen Weihbischof.

 

Erzbischof

Ein Erzbischof ist in der Regel ebenfalls der Leiter einer Diözese, eben seiner Erzdiözese. Er hat jedoch einige erweiterte Zuständigkeiten, die über das eigentliche Gebiet seiner Diözese hinaus reichen. Er somit auch Leiter einer Kirchenprovinz oder Metropolie. Das Bistum Eichstätt gehört zur nordbayerischen Kirchenprovinz mit Sitz in Bamberg, zu der außer Eichstätt und dem Erzbistum Bamberg auch noch die Bistümer Würzburg und Speyer gehören. Die benachbarte Kirchenprovinz München und Freising umfasst noch außer dem Erzbistum München und Freising selbst die Bistümer Regensburg, Passau und Augsburg.

Koadjutorbischof

In seltenen Fällen wird einem Diözesanbischof ein Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge zur Seite gestellt. Er kann umfangreichere Befugnisse haben, wird häufig zum Generalvikar ernannt und wirkt faktisch oftmals als Stellvertreter des Bischofs. Sobald der amtierende Bischof zurücktritt, verstirbt oder in den Ruhestand geht, übernimmt der Koadjutor automatisch die Leitung der Diözese ohne weitere Wahl oder Ernennung.

Kardinal

Auch Kardinäle sind in der Regel Bischöfe, auch wenn das keine Voraussetzung ist und es Ausnahmen gibt. Die Aufgabe der Kardinäle umfasst eine besondere Mitverantwortung an der Gesamtleitung der Kirche, vor allem durch ihre Mitgliedschaft im Kardinalskollegium, das den Papst berät und bei der Papstwahl das Konklave bildet.

Kardinäle können Diözesanbischöfe großer und bedeutender Erzbistümer sein (beispielsweise Köln, München) oder Mitglieder der Römischen Kurie, die Verwaltungs- und Leitungsfunktionen in der Vatikanverwaltung innehaben. Sein Name leitet sich vom lateinischen cardo („Türangel“, „Dreh- und Angelpunkt“) ab, was die zentrale Bedeutung des Kardinals für die Kirche symbolisiert. Jeder Kardinal ist mit einer sogenannten Titelkirche in Rom verbunden, was seine Zugehörigkeit zum römischen Klerus unterstreicht. Das Kardinalskollegium ist nochmals in drei Klassen unterteilt: Kardinalbischöfe, Kardinalpriester und Kardinaldiakone, mit unterschiedlichen Rollen und Aufgaben.