Taufe als Schulkind

Orientierung und Begleitung zur Feier

Mehrere Taufkerzen stehen auf dem Altar.

Die Taufe eines Schulkindes

Ihr Kind geht schon in die Schule und ist noch nicht getauft? Die Klassenkameradinnen und -Kameraden der dritten Klasse gehen zur Erstkommunion und Ihr Kind darf nicht, weil es nicht getauft ist? Die Taufe wurde - aus welchen Gründen auch immer - übersehen und soll nachgeholt werden? Kein Problem!

Mädchen mit langen Haaren lacht in die Kamera. Sie hält eine Blume in der Hand.

Checkliste: Taufe älterer Kinder (Schulkinder)

Wenn Ihr Kind schon in die Schule geht, läuft die Taufe grundsätzlich ähnlich ab wie bei jüngeren Kindern. Die Vorbereitung wird einfach dem Alter Ihres Kindes angepasst.

  •  Kontakt aufnehmen
    Wenden Sie sich zuerst an das katholische Pfarramt Ihres Wohnortes. Auch andere Anlaufstellen können helfen: Oft können Religionslehrerinnen und Religionslehrer vermitteln oder Sie sprechen direkt eine hauptamtliche Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter der Pfarrei an.
  • Gespräch vereinbaren
    Vereinbaren Sie einen Termin für ein erstes Gespräch. Dort werden alle Fragen geklärt und der weitere Weg erklärt.
  • Unterlagen mitbringen
    Wenn vorhanden, bringen Sie bitte die „Geburtsbescheinigung für religiöse Zwecke“ und Ihr Familien- oder Stammbuch mit.
  • Taufpatin oder Taufpaten auswählen
    Ihr Kind braucht eine Taufpatin oder einen Taufpaten. Sie oder er begleitet Ihr Kind im Glauben und unterstützt Sie dabei, es im katholischen Glauben zu begleiten.
  • Taufkerze besorgen
    Zur Taufe gehört eine Taufkerze. Sie können sie kaufen oder gemeinsam mit Ihrem Kind gestalten. Im besten Fall wird sie zu einem schönen Begleiter durchs ganze Leben.

Fragen zur Taufe von Schulkindern (bis einschließlich 13 Jahre)

Wer bestimmt, ob ein Schulkind getauft wird?

Ab dem Alter von 7 Jahren muss das Kind selbst und die Sorgeberechtigten der Taufe zustimmen. Das Kind muss also gefragt werden, ob es mit der Taufe einverstanden ist. Aber auch alle Sorgeberechtigten müssen zustimmen.

Sollte das Kind jedoch trotzdem getauft worden sein, etwa bei einer Nottaufe in Lebensgefahr, so ist diese Taufe dennoch gültig und wird im Taufregister der Pfarrei eingetragen.

Ab dem Alter von 14 Jahren ist das Kind dann religionsmündig und kann selbst entscheiden, auch gegen den Willen der Eltern. Die Taufe gilt dann als Erwachsenentaufe.

Wie sieht die Taufvorbereitung für ein Schulkind aus?

Je nach Alter und Situation wird die Taufvorbereitung unterschiedlich aussehen. In der Praxis werden viele Kinder in der 3. Klasse getauft, wenn sich die Klassenkameraden auf die Erstkommunion vorbereiten. Dann fällt oft auf, dass das Kind nicht getauft ist. In diesem Fall wird die Taufvorbereitung in der Regel mit der Erstkommunionvorbereitung kombiniert. Das Kind wird dann oft in der Osternacht getauft und geht zusammen mit den Klassenkameraden am Weißen Sonntag oder einem späteren Termin zu Erstkommunion.

In allen anderen Fällen müssen individuelle Lösungen gefunden werden, die sich an der Lebenssituation des Kindes, seinem Alter und (religions-)pädagogischen Überlegungen orientieren. Sprechen Sie mit dem Pfarrer, Kaplan oder auch den Religionslehrern Ihres Kindes!

Ansprechperson


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	Markus Wittmann
Markus Wittmann Fachbereichsleiter Glaube und Liturgie 08421 50610 glaube-liturgie@bistum-eichstaett.de Walburgiberg 2, 85072 Eichstätt