Wenn Ihr Kind schon in die Schule geht, läuft die Taufe grundsätzlich ähnlich ab wie bei jüngeren Kindern. Die Vorbereitung wird einfach dem Alter Ihres Kindes angepasst.
Ab dem Alter von 7 Jahren muss das Kind selbst und die Sorgeberechtigten der Taufe zustimmen. Das Kind muss also gefragt werden, ob es mit der Taufe einverstanden ist. Aber auch alle Sorgeberechtigten müssen zustimmen.
Sollte das Kind jedoch trotzdem getauft worden sein, etwa bei einer Nottaufe in Lebensgefahr, so ist diese Taufe dennoch gültig und wird im Taufregister der Pfarrei eingetragen.
Ab dem Alter von 14 Jahren ist das Kind dann religionsmündig und kann selbst entscheiden, auch gegen den Willen der Eltern. Die Taufe gilt dann als Erwachsenentaufe.
Je nach Alter und Situation wird die Taufvorbereitung unterschiedlich aussehen. In der Praxis werden viele Kinder in der 3. Klasse getauft, wenn sich die Klassenkameraden auf die Erstkommunion vorbereiten. Dann fällt oft auf, dass das Kind nicht getauft ist. In diesem Fall wird die Taufvorbereitung in der Regel mit der Erstkommunionvorbereitung kombiniert. Das Kind wird dann oft in der Osternacht getauft und geht zusammen mit den Klassenkameraden am Weißen Sonntag oder einem späteren Termin zu Erstkommunion.
In allen anderen Fällen müssen individuelle Lösungen gefunden werden, die sich an der Lebenssituation des Kindes, seinem Alter und (religions-)pädagogischen Überlegungen orientieren. Sprechen Sie mit dem Pfarrer, Kaplan oder auch den Religionslehrern Ihres Kindes!